Mit dem „Queer Travel Guide“ bringt Lonely Planet ein Buch heraus, das queeres Reisen sichtbarer, sicherer und inspirierender machen will. Auf 240 Seiten präsentieren queere Reisende ihre Lieblingsorte, geben Tipps und erzählen von ihren Erfahrungen rund um den Globus. Der Bildband vereint 50 Reiseziele mit Perspektiven aus der Community – darunter Künstler:innen, Aktivist:innen und Social-Media-Persönlichkeiten.
Fünf Protagonist:innen erzählen ihre Reisegeschichten
Einer der zentralen Köpfe im Guide ist Pan Pan Narprasert, bekannt unter dem Drag-Namen Pangina Heals. In Bangkok zeigt er – oder in Drag: sie – die queere Seite der thailändischen Hauptstadt. Neben Foodspots empfiehlt Pangina Heals Orte wie den Lumpini Park und gibt Einblick in die lokale Szene.
Charly Stoever, identifizier sich mit den Pronomen dey/demm und lebt im mexikanischen Puerto Vallarta. Stoever erklärt, warum dey sich gerade dort niedergelassen hat: Sicherheit für BiPoC, eine starke Community und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Natur und Nachtleben. „Hier habe ich das Gefühl, wirklich ich selbst sein zu können“, sagt Charly im Buch.
Offizielles Cruising in den Niederlanden, queere Kunst in Australien
In Amsterdam nehmen die queeren Reiseblogger Daan Colijn und Karl Kraus – auf Instagram bekannt als Coupleofmen – die Leser:innen mit durch ihre Stadt. Vom Szeneviertel rund um die Reguliersdwarsstraat bis hin zum offiziell ausgewiesenen Cruising-Gebiet am Nieuwe Meer zeigen sie, wie offen und vielfältig Amsterdam für queere Menschen ist.
Eine weitere Stimme im Buch ist Aurelia St Clair, eine queere Comedienne und Autorin, die ihre Heimat in Melbourne, Australien, gefunden hat. Sie erzählt von der lebendigen Kunstszene, rechtlichen Gleichstellung und der Vielfalt, die die Stadt für LGBTI-Personen bietet. Für sie ist Melbourne ein Zuhause geworden.
Ein Guide für alle – mit praktischen Tipps und Fokus auf Inklusion
Neben den persönlichen Geschichten bietet der „Queer Travel Guide“ auch Orientierung für verschiedene Reisetypen: Ob Familienreisen, Wandertouren, Kulturtrips oder entspannte Rückzugsorte – das Buch richtet sich an die gesamte LGBTI-Community.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Sichtbarkeit und den Bedürfnissen marginalisierter Gruppen: trans Menschen, BIPoC, Menschen mit Behinderungen, Sexarbeitende und Geflüchtete kommen ebenfalls zu Wort oder werden mitgedacht.
Abgerundet wird der Guide durch praktische Hinweise, etwa zur Sicherheit auf Reisen, LGBTI-freundlichen Unterkünften, Apps oder Reisebüros. Auch ein Kapitel zur „Zukunft queeren Reisens“ wirft einen Blick auf kommende Trends und Herausforderungen.


