HomeSzeneNiederösterreichNach der Regenbogenparade: Teenager attackieren schwules Paar

Nach der Regenbogenparade: Teenager attackieren schwules Paar

*Nach einem friedlichen Besuch der Pride Parade in Wien wurde ein schwules Paar in Vösendorf von einer Gruppe Jugendlicher attackiert. Zwei Burschen im Alter von 14 und 15 Jahren wurden als Tatverdächtige ausgeforscht.

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Ein Ausflug zum Schlossparkfest in Vösendorf endete für ein schwules Paar aus Niederösterreich in einem tätlichen Angriff. Reinhard (24) und sein 40-jähriger Ehemann hatten am Samstag zuvor die Regenbogenparade in Wien besucht. Begleitet wurden sie von Reinhards Mutter (46) und seinem jüngeren Bruder (21).

Im Gespräch mit der Zeitung Heute berichtete Reinhard, dass ein Jugendlicher bereits gegen 19 Uhr am Fest erste schwulenfeindliche Beschimpfungen geäußert habe. „Er hat uns am Tisch angemotzt und ist dann wieder gegangen“, schilderte Reinhard den ersten Vorfall. Auffällig sei offenbar die Regenbogenfahne gewesen, die er über der Schulter trug.

Angriff nach Mitternacht

Gegen 00.30 Uhr kam es dann zu einem weiteren, deutlich heftigeren Zwischenfall. Der Jugendliche sei zurückgekehrt und habe das Paar erneut verbal attackiert. Als Reinhard den Grund für das Verhalten wissen wollte, eskalierte die Situation. „Plötzlich sind mehrere Jugendliche auf uns losgegangen“, schildert er. Auch Mädchen seien unter den Angreifenden gewesen.

Reinhards Bruder versuchte einzugreifen und wurde dabei selbst verletzt. Die Angreifer schlugen, traten und ohrfeigten das Paar. Insgesamt sollen etwa zehn Personen beteiligt gewesen sein. Reinhard erlitt mehrere Prellungen. Trotz der Verletzungen lehnte er eine notärztliche Versorgung ab und begab sich selbstständig in ärztliche Behandlung.

Zwei Tatverdächtige identifiziert

Die Polizei wurde alarmiert und konnte kurze Zeit später zwei Tatverdächtige ausforschen. Laut einer Sprecherin der Polizei handelt es sich um einen 14-jährigen und einen 15-jährigen österreichischen Staatsbürger. Beide wurden wegen Körperverletzung angezeigt.

Die Ermittlungen dauern an. die Polizei sucht nach weiteren Beteiligten und Zeug:innen. Für die Betroffenen ist klar: „Wir haben Anzeige erstattet und fordern eine konsequente Aufklärung. Gewalt gegen queere Menschen ist kein Einzelfall. Sie ist real und sie muss aufhören.“

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