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Norwegens Royal-Enkelin Maud Angelica Behn outet sich als bisexuell

Die Tochter von Prinzessin Märtha Louise macht ihre Sexualität öffentlich – und wird in den sozialen Medien gefeiert.

Die norwegische Künstlerin und Autorin Maud Angelica Behn hat sich im Pride-Monat Juni als bisexuell geoutet. Die 22-Jährige veröffentlichte auf Instagram Fotos von einer Parade in Oslo, dazu schrieb sie: „Happy Pride von einer bisexuellen Person! Der Pride war dieses Jahr unglaublich und es gab so viel Liebe.“ Es ist das erste Mal, dass die Enkelin von König Harald V. öffentlich über ihre sexuelle Orientierung spricht.

Ihr Statement sorgt für viel positive Resonanz. Besonders aus der LGBTI-Community kommen zahlreiche ermutigende Nachrichten. Eine Followerin kommentierte: „Maud, du wirst für viele eine starke Stimme sein. Danke für das, was du bist.“

Familie zeigt klare Unterstützung

Prinzessin Märtha Louise reagierte auf den Beitrag ihrer Tochter mit liebevollen Worten: „Wunderschön, Maud! Ich drücke der Liebe die Daumen. Liebe ist Liebe. Ich liebe dich!“ Auch Mauds Schwester Leah Isadora (20) schrieb: „Ich liebe dich!“

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Auf den veröffentlichten Bildern ist auch Märtha Louises Ehemann Durek Verrett (50) zu sehen. Der US-Schamane, mit dem sie seit 2024 verheiratet ist, nahm gemeinsam mit der Familie an der Pride-Parade teil.

In einem eigenen Instagram-Post betonte Märtha Louise: „In diesem Pride Month möchte ich den Mut ehren, den es braucht, um deine Wahrheit zu leben.“ Liebe sei nicht da, um versteckt zu werden, sondern um offen gefeiert zu werden.

Ein bekanntes Gesicht mit Haltung

Maud Angelica Behn ist die älteste Tochter von Prinzessin Märtha Louise und dem verstorbenen Schriftsteller Ari Behn. Sie wurde 2020 in Norwegen bekannt, als sie bei der Trauerfeier ihres Vaters eine bewegende Rede über psychische Gesundheit hielt. Seitdem setzt sie sich für mehr Offenheit im Umgang mit seelischer Belastung ein. Mit einer Schulfreundin veröffentlichte sie das Buch „Plutselig“ über den Verlust eines nahestehenden Menschen.

Neben ihrer schriftstellerischen Arbeit engagiert sich Maud auch künstlerisch für soziale Projekte.

Kein offizielles Statement vom Palast

Das norwegische Königshaus hat sich bislang nicht zu Mauds Coming-out geäußert. Royal-Experte René Haenig zeigt sich jedoch überzeugt, dass König Harald hinter seiner Enkelin steht. In einer vielbeachteten Rede 2016 sagte der Monarch: „Norweger sind Mädchen, die Mädchen lieben, Jungen, die Jungen lieben, und Jungen und Mädchen, die sich gegenseitig lieben.“

Trotz dieser offenen Worte gilt Homosexualität in vielen Königshäusern weiterhin als Tabuthema, insbesondere bei Royals aus der ersten Reihe.

Weitere queere Royals

Maud Angelica Behn ist nicht die erste Person mit königlichem Hintergrund, die sich outet. So heiratete Ellen Lascelles, Cousine von Prinz William, im Frühjahr 2024 ihre Partnerin Channtel McPherson. Lord Ivar Mountbatten, ein Verwandter von Queen Elizabeth II., outete sich 2016 und heiratete 2018 seinen Partner James Coyle.

Auch Mauds Stiefvater Durek Verrett lebt offen bisexuell. Märtha Louise sagte 2022 in einem Podcast: „Durek geht sehr offen damit um, dass er bisexuell ist. Ich bin froh, dass er zeigt, wer er ist.“ Sie kritisierte, dass Menschen dafür verurteilt würden, wie sie leben.

Sichtbarkeit in königlichen Kreisen

Mit ihrem offenen Umgang setzt Maud Angelica ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit queerer Menschen – auch in royalen Familien, in denen über Sexualität oft geschwiegen wird. Ihr Schritt stößt auf breite Unterstützung und wird von vielen als ermutigendes Signal gewertet.

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