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Schwulenfeindliche Attacke in der Nacht: Zwei Männer in Berlin verletzt

Zwei Männer wurden in Berlin-Wedding in der Nacht auf Sonntag Opfer eines Angriffs. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen eines mutmaßlich schwulenfeindlichen Motivs.

In Berlin-Wedding ist es in der Nacht zu Sonntag zu einem homophoben Angriff gekommen. Wie die Polizei mitteilt, wurden zwei Männer im Alter von 48 und 49 Jahren beleidigt, geschlagen und getreten. Der Vorfall ereignete sich kurz nach Mitternacht in der Lütticher Straße.

Ein 32-Jähriger hatte die Polizei alarmiert. Er war mit den beiden später attackierten Männern unterwegs gewesen, als das Trio mit zwei bislang unbekannten jungen Männern ins Gespräch kam. Die Situation eskalierte, als ein dritter Mann hinzukam.

Dritte Person kommt hinzu – Beleidigungen und Gewalt folgen

Nach Angaben der Polizei sollen die drei unbekannten Männer die Gruppe zunächst schwulenfeindlich beleidigt haben. Im Anschluss griffen sie zwei der Männer körperlich an. Der 48-Jährige und der 49-Jährige wurden dabei geschlagen und getreten.

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Der Ältere erlitt Kopfverletzungen und Verletzungen an einem Bein. Rettungskräfte brachten ihn zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Der 48-Jährige wurde ebenfalls am Kopf verletzt, verzichtete aber zunächst auf eine ärztliche Versorgung.

Täter flüchteten – Staatsschutz übernimmt Ermittlungen

Nach dem Angriff flüchteten die mutmaßlichen Täter in Richtung Amrumer Straße. Eine Beschreibung der Angreifer liegt derzeit nicht vor.

Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin. Laut Polizei wird ein schwulenfeindliches Motiv geprüft. Dies ist üblich, wenn eine Tat möglicherweise aus Hass gegen bestimmte Gruppen begangen wurde.

Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

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