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Katholische Jugend fordert Anerkennung vielfältiger Lebensrealitäten in der Kirche

Die Jugendorganisation macht sich für Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Paare sowie für die Rechte von inter- und trans Personen in der katholischen Kirche stark.

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Die Katholische Jugend Österreich (KJÖ) spricht sich entschieden für eine inklusive Kirche aus, die alle Lebensrealitäten anerkennt – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Beziehungsform. Besonders gleichgeschlechtliche Paare sowie intergeschlechtliche und trans Personen sollen in der römisch-katholischen Kirche nicht länger benachteiligt oder ausgegrenzt werden.

KJÖ setzt sich für Öffnung der Ehe in der Kirche ein

„Unterschiedliche Formen von Beziehungen sollten keinen Ausschlussgrund von den Sakramenten darstellen. Die Ehe hat für junge Menschen nach wie vor eine große Bedeutung. Daher setzen wir uns für eine Öffnung der Ehe für alle Paare ein, die in einer auf Liebe und Treue beruhenden Beziehung leben“, erklären Klemens Lesigang, Elisabeth Wanek und Rafael Haigermoser, das Vorsitz-Team der KJÖ.

Auch über die Ehe hinaus fordert die KJÖ eine grundsätzliche Anerkennung und Wertschätzung vielfältiger Beziehungs- und Familienmodelle durch die Kirche. Die katholische Lehre müsse sich stärker an den Lebensrealitäten junger Menschen orientieren, so das Vorsitz-Team. Nur so könne die Kirche Vertrauen aufbauen und gesellschaftlich relevant bleiben.

Besserer Umgang mit inter und trans Personen

Ein zentrales Anliegen ist auch der Umgang mit inter und trans Personen. Die KJÖ fordert konkrete Änderungen in der kirchlichen Verwaltungspraxis: „Gerade für inter und trans Personen sollten Personenstandsänderungen und die Löschung von falschen Namen und Geschlechtseinträgen in kirchlichen Dokumenten ermöglicht werden.“

Die Organisation verweist in diesem Zusammenhang auch auf ihre eigene Selbstverpflichtung: „Als Katholische Jugend Österreich haben wir uns verpflichtet, unsere Mitarbeitenden nicht aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität oder Beziehungsform zu diskriminieren. Das halten wir auch für die Kirche für zielführend, um zukunftsfähig, glaubwürdig und gerecht zu sein.“

Diese Haltung ist Teil eines breiten Reformanliegens der KJÖ. In zahlreichen Gesprächen und Beteiligungsformaten, unter anderem im Rahmen der österreichweiten „Synodalen Tischgespräche“, habe sich gezeigt, dass viele junge Gläubige ähnliche Forderungen teilen. „Es sollte im Interesse der Kirche sein, sich zu öffnen und wirklich alle Menschen anzusprechen“, betont das Vorsitz-Team abschließend.

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