In der neuesten Episode ihres Podcasts „Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood“ zeigen sich Bill und Tom Kaulitz ungewöhnlich emotional und sichtlich wütend. Grund dafür ist die Einschläferung zweier neugeborener Löwenbabys im Kölner Zoo. Die Entscheidung der Zooleitung, die Jungtiere nur eine Woche nach ihrer Geburt zu töten, stößt bei den Musikern auf völliges Unverständnis.
Kritik nach Einschläferung von Löwenbabys
Die Verantwortlichen des Kölner Zoos begründen die Maßnahme damit, dass die Löwin ihre Babys nicht angenommen habe. Die Mutter hatte kurz zuvor bereits Nachwuchs bekommen und war mit dem erneuten Wurf offenbar überfordert.
Für Bill Kaulitz ist das keine akzeptable Erklärung: „Wenn du dir vorstellst, dass das zugelassen wird, dass die Löwenmama sich vermehrt und sie zur Welt bringt und dann werden die danach umgebracht – wie bescheuert will man sein?“, poltert der Sänger. Auch Bruder Tom stimmt ihm zu: „Tierparks und Zoos sind grundsätzlich problematisch.“
Beide Brüder positionieren sich seit Jahren klar gegen die Haltung von Tieren in Zoos. Sie arbeiten mit Organisationen wie PETA oder dem IFAW (International Fund for Animal Welfare) zusammen, um auf Missstände aufmerksam zu machen – unter anderem mit Kampagnen zum Meeresschutz.
Direkte Ansprache an den Zoo
Bill Kaulitz wird in der Podcastfolge besonders deutlich: „An die Verantwortlichen: Schämt euch! Ich finde das so eine Unverschämtheit, das ist so grausam!“ Besonders empört ihn, dass der Zoo die Trächtigkeit nicht verhindert hat. Für ihn ist es Aufgabe der Einrichtung, solche Situationen im Vorfeld zu vermeiden, statt hilflose Tiere im Nachhinein zu töten.
Die Diskussion um die Kölner Löwenbabys hatte bereits in den Tagen zuvor in den sozialen Netzwerken für heftige Reaktionen gesorgt. Nun verstärken die prominenten Brüder den öffentlichen Druck auf den Zoo mit klaren Worten und Forderungen nach Verantwortung.
Auch Nürnberger Zoo erneut in der Kritik
Neben dem Kölner Fall greifen die Kaulitz-Zwillinge im Podcast auch den Nürnberger Zoo scharf an. Dort sorgt die geplante Tötung von rund 20 Pavianen seit Monaten für Schlagzeilen. Laut Medienberichten soll diese Maßnahme notwendig sein, da die Anlage zu klein geworden sei.
Bill wirft dem Zoo mangelnde Planung vor: „Wenn ihr die Tiere schon einsperrt und nicht artgerecht haltet, dann achtet wenigstens darauf, dass sie sich nicht so stark vermehren, dass ihr sie töten müsst!“ Tom fordert politische Konsequenzen: „Da muss sich mal jemand einschalten und das verbieten.“
„Es geht natürlich wieder nur ums Geld“
Den Kaulitz-Brüdern wird vorgeworfen, wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. „Es geht natürlich wieder nur ums Geld, es geht natürlich wieder darum, Besucher anzulocken“, sagt Tom gegen Ende der Folge. Die Kritik der beiden Musiker reiht sich in die zunehmend breitere Debatte um Ethik und Verantwortung in deutschen Zoos ein.

