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Grindr startet „Grindr Presents“ – Eigener Content-Hub innerhalb der App

Die Dating-App Grindr hat einen Content-Hub gestartet. „Grindr Presents“ bündelt Videos, Musik, Editorials und mehr in der App– alles unzensiert und mit Fokus auf die LGBTI-Community.

Die börsennotierte Dating-App Grindr hat einen neuen In-App-Bereich angekündigt. Unter dem Titel „Grindr Presents“ werden künftig Videos, Musik, Interviews und redaktionelle Inhalte präsentiert – kuratiert für die queere Community und direkt innerhalb der App abrufbar.

Der neue Bereich soll die Dating-Funktionen der App ergänzen. Grindr will damit eigene Inhalte zentralisieren, die bislang auf verschiedenen Social-Media-Kanälen verteilt waren: „Ob du auf der Suche nach deinem nächsten Date bist oder einfach nur entspannst – du kannst tief in queere Kultur eintauchen, ohne die App zu verlassen“, heißt es vom Unternehmen.

Zahlreiche Formate und prominente Beteiligung

Zum Start bietet „Grindr Presents“ unter anderem eine exklusive Version der Comedyreihe „Who’s the Ahole?“ mit „RuPaul’s Drag Race“-Teilnehmerin Katya sowie Backstage-Aufnahmen von Popstar Troye Sivan. Ergänzt wird das Angebot durch Playlists und journalistische Beiträge.

Grindr betont, dass die Inhalte unzensiert seien: „In einer Welt, in der queere Stimmen zunehmend zensiert werden, haben wir einen sicheren Raum geschaffen“, heißt es von den Machern der App.

Einfache Integration in die App

Der Zugriff erfolgt über das Seitenmenü. Ein Klick auf den entsprechenden Punkt öffnet das Hub – ohne externe Plattformen oder zusätzliche Logins.

Doch die Dating-App bietet dieses Service nicht aus Menschenliebe: Mit dieser Integration hält Grindr seine Nutzer länger in der eigenen App. Für andere queere Medien könnte dies bedeuten, dass ein Teil des Publikums künftig weniger auf deren Angebote zugreift.

Hintergrund: Gesetzliche Einschränkungen für queere Inhalte

Die Einführung fällt in eine Zeit, in der queere Inhalte stärker reguliert werden. In Großbritannien verpflichtet das „Online Safety Act“ Webseiten zu strengen Altersprüfungen wie Gesichtserkennung oder Kreditkartenprüfung. Organisationen wie „Pride in Labour“ warnen, dass diese Regelungen auch Bildungsangebote und queere Plattformen treffen könnten.

„Grindr Presents“ schafft einen abgeschlossenen Raum für queere Inhalte – innerhalb einer kommerziellen Dating-App. Ob dies langfristig die Vielfalt queerer Berichterstattung stärkt oder den Wettbewerb um Aufmerksamkeit verschärft, bleibt abzuwarten.

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