HomeNewsChronikMordverdacht gegen Instagram-Star: Ehemann verblutet auf der Toilette

Mordverdacht gegen Instagram-Star: Ehemann verblutet auf der Toilette

Das US-Paar Donald Zieben-Hood (40) und Jacob Zieben-Hood (34) galt in den sozialen Medien als Vorzeigebeziehung. Auf Instagram präsentierten sie ihren rund 70.000 Followern gemeinsame Urlaubsfotos, Workouts und Einblicke in ihren Alltag. Hinter der Fassade brodelte es jedoch offenbar seit Jahren: Polizeiunterlagen zeigen, dass es seit 2022 insgesamt neun Einsätze wegen häuslicher Gewalt gab.

Eskalation trotz Schutzanordnung

Die beiden heirateten 2020. Zwei Jahre später begannen die wiederholten Auseinandersetzungen, die in mehreren Fällen zu Polizeieinsätzen führten. Jacob erwirkte 2024 eine einstweilige Verfügung, nachdem Donald ihn gewürgt und mit einem Messer bedroht haben soll. Diese Schutzanordnung missachtete Donald mehrfach – und zahlte wiederholt Geldstrafen.

Vor zwei Wochen kam es erneut zu einer Begegnung. Laut Polizei erschien Donald trotz des Kontaktverbots in der früheren gemeinsamen Wohnung in Harlem. In den frühen Morgenstunden rief er schließlich den Notruf an. Er gab an, Jacob habe ihn mit einem Messer attackiert, er habe sich verteidigt und sei danach schlafen gegangen. Später habe er seinen Ehemann tot auf der Toilette gefunden.

Woran starb Jacob Zieben-Hood?

Laut Gerichtsunterlagen wies Jacob mehrere Verletzungen auf: eine tiefe Schnittwunde am Kopf, Stiche in Rücken und Bein sowie eine Verletzung an der Wade, die eine Arterie durchtrennte. Nach Einschätzung der Ermittler führte diese Verletzung zum Verbluten. Jacob starb noch am Tatort. Donald selbst hatte drei leichtere Schnittwunden am Arm, die im Krankenhaus genäht wurden.

Jacobs Vater berichtete der Polizei, sein Sohn habe ihn kurz vor dem Tod angerufen. Er habe gesagt, sein „messerschwingender Ehemann“ verfolge und anschreie ihn. Außerdem habe Jacob ein Foto einer Beinverletzung geschickt. Nachbarn gaben an, in der Nacht laute Streitgeräusche gehört zu haben.

Ermittlungen zu Notwehr-Behauptung

Donald Zieben-Hood wurde zunächst nicht wegen Mordes angeklagt, sondern wegen Einbruchs, Missachtung der Schutzanordnung und illegalen Waffenbesitzes. Die Staatsanwaltschaft prüft jedoch, ob ein Tötungsdelikt vorliegt. Der 40-Jährige plädiert auf „nicht schuldig“.

Die Polizei und Gerichtsmedizin rekonstruieren nun den genauen Ablauf der Tatnacht. Dabei sollen unter anderem Zeugenaussagen, Spuren in der Wohnung sowie Telefonprotokolle ausgewertet werden.

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