HomeNewsChronikMitten im Regenbogenkiez: Angriff mit Glasflasche nach transfeindlicher Beleidigung

Mitten im Regenbogenkiez: Angriff mit Glasflasche nach transfeindlicher Beleidigung

Transfeindlicher Angriff mitten im Regenbogenviertel: Am Samstagabend, kurz vor 22.30 Uhr, wurde eine 45-jährige trans Person in der Motzstraße von einem unbekannten Mann zunächst verbal angegriffen. Der Täter äußerte transfeindliche Beleidigungen, während die Betroffene mit einer Begleitung auf der Straße stand. Als beide ihren Weg fortsetzen wollten, griff der Unbekannte erneut an. Er ergriff eine Glasflasche und stürmte auf das Paar zu.

Täter schlägt mit Flasche zu

Der Begleiter der Betroffenen versuchte sich mit einem Stuhl, der auf dem Gehweg stand, zu verteidigen. Trotzdem gelang es dem Angreifer, mit der Flasche zuzuschlagen. Er traf den Mann an der Lippe. Danach ergriff der Täter die Flucht.

Wenig später entdeckten alarmierte Polizeikräfte einen Verdächtigen, der sich hinter einer mobilen Toilette versteckte. Beim Anblick der Einsatzkräfte sprang er über eine Mauer und entkam trotz einer kurzen Verfolgung. Der Begleiter der trans Person war inzwischen nicht mehr vor Ort. Nach bisherigen Informationen erlitt er ein Hämatom im Gesicht.

Staatsschutz übernimmt Ermittlungen

Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt nun wegen des Angriffs. Die Beamten prüfen dabei einen transfeindlichen Hintergrund.

Erst vor wenigen Tagen war es ebenfalls zu einem Vorfall in Berlin gekommen. Eine 47-jährige trans Person berichtete, in der Dominicusstraße von zwei Männern nach ihrer Identität gefragt worden zu sein. Nachdem sie sich als trans geoutet hatte, spuckten die Männer ihr ins Gesicht und flohen anschließend mit einem E-Scooter.

Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

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