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ESC 2026: Wien feiert Zuschlag – Innsbruck gratuliert als fairer Verlierer

Der Eurovision Song Contest 2026 findet in Wien statt. Während die Tourismuswirtschaft jubelt und sich auf ein internationales Millionenpublikum freut, gratuliert Innsbruck sportlich zum Sieg der Bundeshauptstadt.

Nach dem Sieg von „JJ“ Pietsch in Basel ist klar: Der 70. Eurovision Song Contest kehrt im Mai 2026 nach Wien zurück. Die Entscheidung der Jury fiel zugunsten der Bundeshauptstadt, die sich mit dem Claim „Europe, shall we dance?“ durchgesetzt hat. Während die heimische Tourismuswirtschaft den Zuschlag als riesige Chance bewertet, zeigt sich Innsbruck als guter Verlierer und gratuliert Wien zum Erfolg.

Hotellerie sieht Riesenchance für Wien

Für die Österreichische Hotelvereinigung ist der ESC ein Meilenstein. „Das wird ein Riesen-Fest für die Wiener:innen, für Künstler:innen aus ganz Europa und für viele Tausend Fans aus aller Welt!“, sagt Alexander Ipp, Vizepräsident der ÖHV. Wien sei mit 433 Hotels und mehr als 81.000 Betten bestens gerüstet.

ÖHV-Präsident Walter Veit hebt den Werbewert hervor: „Gut umgesetzt wird der ESC zum Fenster zur Welt für ganz Österreich.“ Bereits 2015 habe Wien mit dem ESC über 38 Millionen Euro Wertschöpfung generiert. Weltweit sahen zuletzt 170 Millionen Menschen den Wettbewerb – 2026 sollen es noch mehr werden.

Österreich Werbung: Wien als Bühne Europas

Auch die Österreich Werbung zeigt sich begeistert. Geschäftsführerin Astrid Steharnig-Staudinger gratuliert Wien herzlich: „Der Eurovision Song Contest in der Welthauptstadt der Musik ist eine großartige Möglichkeit, Österreich in seiner ganzen Vielfalt zu zeigen – weltoffen, kreativ und mit einem unverwechselbaren Lebensgefühl.“

Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner von der ÖVP verweist auf die Effekte von 2015: „Über 20.000 zusätzliche Nächtigungen, 500 Arbeitsplätze und ein Werbewert im dreistelligen Millionenbereich – 2026 knüpfen wir daran an.“ Musik- und Eventtourismus sei ein starker Treiber: 11 Prozent aller Österreich-Urlauber:innen besuchen Konzerte oder Festivals, geben mehr Geld aus und bleiben länger.

Innsbruck gratuliert sportlich

Trotz der Niederlage zeigt sich Innsbruck als fairer Verlierer. „Wir wünschen Wien für die Austragung des ESC 2026 alles Gute und werden die Bundeshauptstadt gerne unterstützen, damit Europa im Mai 2026 ein unvergessliches Musikfest erlebt“, so Bürgermeister Johannes Anzengruber. Die Bewerbung mit dem Motto „together on top“ habe gezeigt, was in Innsbruck möglich sei.

Auch Innsbrucks Tourismusverband zieht eine positive Bilanz: „Schon die Bewerbung selbst hat unsere Stadt international ins Rampenlicht gerückt und unsere Position als Austragungsort für internationale Großereignisse gestärkt“, so Geschäftsführer Peter Paul Mölk. Olympiaworld-Chef Matthias Schipflinger betonte, dass die Olympiahalle „bereit für internationale Top-Events“ sei – auch wenn es diesmal nicht gereicht habe.

Gemeinsam für ein Fest der Musik

Die Innsbrucker Tourismuschefin Barbara Plattner sieht die Werte des ESC auch ohne Zuschlag in Tirol lebendig: „Wir werden die Vielfalt, Offenheit und Freude, für die der ESC steht, in unserer Stadt erlebbar machen. So bleibt ‚together on top‘ nicht nur ein Motto, sondern gelebte Haltung – in Innsbruck, in Wien und in ganz Österreich.“

Während Wien 2026 zur großen europäischen Bühne wird, feiert also ganz Österreich mit – und Innsbruck erweist sich als sportlicher Mitbewerber, der das Land im Vorfeld international ins Gespräch brachte.

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