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RosaLila PantherInnen dürfen doch beim Aufsteirern teilnehmen

Nach hitziger Debatte und politischer Kontroverse wurde nun eine Einigung erzielt: Die queere Hütte wird beim Grazer Volkskulturfestival aufgestellt – unter klaren Rahmenbedingungen.

Die Diskussion um die Teilnahme der RosaLila PantherInnen (RLP) am diesjährigen Aufsteirern-Festival in Graz hat eine überraschende Wendung genommen. Wie der Verein am Freitag bekanntgab, wird die geplante Hütte nun doch Teil der Veranstaltung sein. Nach einem Gespräch zwischen dem Land Steiermark, dem Veranstalter und dem Vereinsobmann Joe Niedermayer wurde eine Einigung erzielt.

Vertrauen statt Konfrontation

Das Treffen, zu dem das Büro von Landeshauptmann Mario Kunasek eingeladen hatte, diente der Klärung offener Fragen. Dabei betonte Joe Niedermayer, dass die RosaLila PantherInnen – anders als von Landeshauptmann Kunasek (FPÖ) behauptet – keine gesellschaftspolitischen Provokationen geplant hatten. „Unser Ziel ist es, Geld für unseren Vereinszweck zu sammeln – für Gleichstellung und gegen Diskriminierung“, betonte er gegenüber dem ORF Steiermark.

Besonders wichtig sei gewesen, Vertrauen aufzubauen. „Dass man draufkommt, dass der andere vielleicht gar nicht deppert ist, wie man geglaubt hat“, formulierte Niedermayer. Man habe sich darauf geeinigt, dass der „Markenkern“ des Aufsteirerns unangetastet bleibe.

Fokus auf steirisches Brauchtum

Die RosaLila PantherInnen versicherten erneut, dass sich ihr Auftritt ganz dem steirischen Brauchtum widmet. Angeboten werden ausschließlich steirische Spezialitäten wie Bratlfettnbrot, Bier, Wein und Liköre. Auch bei der Kleidung bleibt man traditionell – Dirndl und Lederhose waren von Anfang an Teil des Konzepts.

Die Kritik des FPÖ-geführten Landes – etwa, dass der volkskulturelle Mehrwert nicht erkennbar sei – ist damit ausgeräumt. Der Verein hatte stets betont, sich nahtlos in das bestehende Festprogramm einfügen zu wollen.

Veranstalter betonen klare Linie

Auch seitens der Veranstalter:innen von Ivents wurde das Einvernehmen bestätigt. Man trage Verantwortung gegenüber den Besucher:innen und den Werten des Festes, betonte eine Sprecherin. Das Aufsteirern bleibe ein Ort der Begegnung und Vielfalt, wolle jedoch keine Bühne für „gesellschaftspolitisch kontroverse Provokationen“ bieten.

Unter dieser Voraussetzung sei nun auch aus Sicht des Landeshauptmann-Büros kein Widerspruch mehr zum Förderzweck des Aufsteirerns erkennbar. Das Festival diene weiterhin als Bühne für steirisches Handwerk, Volkskultur und Traditionen.

Einladung zum Austausch

Bereits im Vorfeld hatte die Junge Volkspartei Steiermark (JVP) ein Zeichen gesetzt und die queere Community zum eigenen Empfang beim Aufsteirern eingeladen. Antonia Herunter von der JVP erklärte: „Wir wollen den Austausch. Wir wollen das Gemeinsame suchen und unsere Türen öffnen – über unsere Mitglieder hinaus.“

Mit der nun gefundenen Lösung scheint genau das möglich: Begegnung auf Augenhöhe mit klarer Botschaft. Die RosaLila PantherInnen werden beim Aufsteirern sichtbar sein – mitten im Festgeschehen, nicht daneben.

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