Die neue Ausgabe von Elska markiert einen Meilenstein: Zum ersten Mal in der zehnjährigen Geschichte des Projekts wurde ein Heft in Italien produziert. Herausgeber und Fotograf Liam Campbell erklärt: „Seit Beginn des Projekts haben uns die Leute immer wieder gefragt, wann wir endlich nach Italien gehen. Nun ist es soweit – Rom hat das Rennen gemacht.“
Die Wahl der Stadt fiel im Rahmen einer Online-Umfrage. Acht italienische Städte standen zur Auswahl, am Ende setzte sich Rom durch. Die Hauptstadt überraschte Campbell allerdings in vielerlei Hinsicht – sowohl positiv als auch mit unerwarteten Herausforderungen.
Schwierige Produktion unter konservativem Einfluss
„Rom war eine der schwierigsten Produktionen bisher“, sagt Liam Campbell. Viele Männer hätten gezögert, sich fotografieren und interviewen zu lassen. „Vielleicht liegt es am Schatten des Vatikans, vielleicht an etwas anderem“, vermutet der Fotograf. Trotz der Zurückhaltung konnte er neun Männer für das Projekt gewinnen. „Dass es am Ende wirklich geklappt hat, war fast ein Wunder.“
Campbell betont, dass Elska keine Models inszeniert, sondern ganz gewöhnliche Männer porträtiert, die ihre persönlichen Geschichten erzählen – ehrlich, direkt und oft sehr intim.
Multikulturelle Hauptstadt mit überraschenden Facetten
Besonders beeindruckt zeigte sich Campbell von der kulturellen Vielfalt Roms. „Ich war überrascht, wie multikulturell die Stadt ist. Mehr als die Hälfte der porträtierten Männer hat familiäre Wurzeln außerhalb Italiens.“ Diese Beobachtung habe ihm gezeigt, wie schwer es sei, „italienisch sein“ klar zu definieren.
„Rom ist absolut modern“, so der Fotograf. „Diese Ausgabe hat mehr Stereotypen durchbrochen als fast jede andere vorher.“
Themenvielfalt: Kirche, Queerness, Politik und Pasta
Die Geschichten, die die Männer in Elska Rome erzählen, kreisen um zentrale Aspekte ihres Lebens in Rom: die allgegenwärtige Präsenz der katholischen Kirche, die Herausforderungen queerer Identität in einer manchmal rigiden Gesellschaft, das Dating-Leben in der Hauptstadt – und auch Erfahrungen mit Rassismus unter der rechtskonservativen Regierung von Giorgia Meloni.
Und natürlich geht es auch um italienische Klassiker: Essen und Kaffee. „Diese Dinge gehören einfach zum Alltag“, sagt Campbell. Sie tauchen in fast jeder Geschichte auf – als Fixpunkte des Lebensgefühls in Rom.
Elska Rome: Jetzt als Print und E-Zine erhältlich
Elska Rome erscheint wie gewohnt als aufwendig gestaltetes Printmagazin mit 164 Seiten sowie in digitaler Form als E-Zine. Ergänzend gibt es die Sonderausgabe Elska Ekstra Rome, in der zwei weitere Männer mit ihren Geschichten vorgestellt werden – dazu kommen Hunderte unveröffentlichter Fotos aus der Produktion.
Die Publikationen sind online über die Elska-Website und in ausgewählten Shops weltweit erhältlich, unter anderem auch in der Buchhandlung Löwenherz in Wien. Eine Kombination beider Ausgaben inklusive Bonusmaterial ist online ebenfalls erhältlich.




















