HomeGesundheitHIV/AidsWeniger Geld vom Land: AIDS-Hilfe Steiermark streicht Test- und Beratungstag

Weniger Geld vom Land: AIDS-Hilfe Steiermark streicht Test- und Beratungstag

Kürzungen im Sozialbereich zwingen die Organisation zu schmerzhaften Einschnitten. Betroffene müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen.

Die AIDS-Hilfe Steiermark hat bekanntgegeben, dass sie aufgrund ihrer angespannten finanziellen Lage einen wöchentlichen Test- und Beratungstag streichen musste. Das teilte die Organisation in einem öffentlichen Facebook-Beitrag mit. Die Maßnahme ist eine direkte Folge der aktuellen Kürzungen im steirischen Sozialbereich.

„Die Förderkürzungen haben bei uns zu Stundenreduktionen geführt, auch im Bereich der Testung und Beratung“, heißt es im Statement. Man sei sich bewusst, dass es derzeit zu längeren Wartezeiten kommen könne, und bedaure, keine zusätzlichen Termine anbieten zu können. In dringenden Fällen bittet die AIDS-Hilfe um telefonische Kontaktaufnahme unter der Grazer Telefonnummer 0316/81 50 50.

Landesweite Kürzungen treffen auch die Präventionsarbeit

Die Entscheidung der AIDS-Hilfe Steiermark steht im Zusammenhang massiver Einsparungen im Sozialbereich. Die steirische Landesregierung aus FPÖ und ÖVP kürzt seit Juli Förderungen um 2,5 Millionen Euro. Betroffen sind zahlreiche Organisationen, zum Beispiel bei der Gewaltprävention, bei Deutschkursen und kulturelle Initiativen.

So mussten bereits mehrere Vereine ihre Angebote reduzieren oder ganz einstellen. Erste Kündigungen wurden gemeldet. Auch große Träger wie die Caritas spüren die finanziellen Einschnitte deutlich.

Weniger Ressourcen für Prävention und Beratung

Die Kürzungen wirken sich nun auch auf die HIV-Prävention aus. Die Streichung eines Beratungstages bedeutet für viele Menschen, die auf regelmäßige und niederschwellige Angebote angewiesen sind, eine Verschlechterung der Versorgungssituation. Die AIDS-Hilfe Steiermark bleibt jedoch weiterhin erreichbar und betont, dass sie alle verfügbaren Mittel ausschöpft, um für Ratsuchende da zu sein.

In ihrem Facebook-Beitrag heißt es abschließend: „Stay safe und auch, wenn es etwas länger dauern kann, freuen wir uns, euch bei uns in der Test- und Beratungsstelle begrüßen zu dürfen.“

Widerstand gegen Kürlzungen wächst

Die Förderkürzungen stoßen steiermarkweit auf breite Kritik. Medien berichten von wachsendem Unmut in der Zivilgesellschaft und bei den betroffenen Organisationen. Auch die politische Opposition zeigt sich empört über den Sparkurs im Sozialbereich.

Vereine und Institutionen befürchten, dass der Rückbau von Strukturen langfristige Folgen für die Versorgungssicherheit im Bundesland haben könnte. Wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

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