Marcus Werner, Moderator, Journalist und Autor, ist tot. Der WDR teilte mit, dass der 51-Jährige in der Nacht auf Samstag nach einer Krebserkrankung in Berlin verstorben sei. Mehr als 15 Jahre lang prägte er die regionale Fernsehsendung „Lokalzeit OWL“. „Er hinterlässt nicht nur eine große Lücke im WDR, sondern auch ein Vermächtnis voller Optimismus und journalistischer Leidenschaft“, erklärte der Sender.
Ein prägendes Gesicht des WDR
Werner galt als kenntnisreich, augenzwinkernd und motivierend. Mit diesem Stil führte er durch die „Lokalzeit“ und begeisterte das Publikum in Ostwestfalen-Lippe. Neben seiner Arbeit für den WDR war er für verschiedene Produktionen und Sender vor der Kamera zu sehen.
Auch als Autor machte sich Werner einen Namen. Er veröffentlichte Romane und Sachbücher, darunter „Warten auf die Beinhaare“ im Rowohlt Verlag. Darüber hinaus schrieb er Kolumnen für die WirtschaftsWoche. Dort widmete er sich, wie der WDR hervorhob, „den alltäglichen Nebensächlichkeiten in der Wirtschaft, die es wert sind, liebevoll aufgeblasen zu werden“.
Verheiratet mit Christian Schlesiger
Er hinterlässt seinen Ehemann Christian Schlesiger. Die beiden verband nicht nur eine private Partnerschaft, sondern auch die Leidenschaft für den Journalismus. Schlesiger arbeitete lange Zeit als Redakteur bei der WirtschaftsWoche, wo auch viele von Werners Kolumnen erschienen.
Die Redaktion würdigte ihren ehemaligen Kollegen und dessen Ehemann in einem Nachruf: Man sei in Gedanken bei seiner Familie, seinen Freunden und „bei Christian, der viele Jahre ein Teil unserer Redaktion war“.
Humorvoller Beobachter des Alltags
Die WirtschaftsWoche beschrieb Werner als scharfen, aber nie verletzenden Beobachter des Alltags. „Marcus Werner hat durch die Brille des Konsumenten Alltagsphänomene genau beobachtet, analysiert und pointiert aufbereitet“, hieß es. Besonders seine Texte über Bahnfahrten oder Konsumverhalten hätten gezeigt, wie er Kritik humorvoll verpackte.

