Es hat wieder einen queerfeindlichen Zwischenfall in Berlin gegeben. Am Mittwochabend gegen 18:45 Uhr wurde eine 46-jährige Frau in der Rigaer Straße im Stadtteil Friedrichshain von einem Mann bespuckt und transfeindlich beleidigt. Die Frau setzte ihren Weg zunächst fort und meldete den Vorfall später der Polizei.
Tatverdächtiger identifiziert
Im Rahmen der Ermittlungen konnten die Einsatzkräfte einen 31-jährigen Tatverdächtigen ausfindig machen. Nähere Informationen zu seiner Person gibt es – wie bei Erstmeldungen der Polizei üblich – nicht.
Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts übernahm den Fall. Dies ist üblich bei Straftaten, bei denen ein transphober oder allgemein hassmotivierter Hintergrund vermutet wird. Die weiteren Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen
Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben.
Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

