Es war ein lauer Spätsommerabend, der den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Auf der Dachterrasse des österreichischen Parlaments fand ein besonderes Benefizkonzert zugunsten der Initiative „Queer Moments” statt. Das Ensemble Wien, das sich aus Musiker:innen der Wiener Philharmoniker zusammensetzt, begeisterte das Publikum mit einem hochkarätigen Musikprogramm und erntete stehende Ovationen.
Musik unter Sternen für queere Sichtbarkeit
Was diesen Abend so besonders machte, war nicht nur die außergewöhnliche Kulisse hoch über den Dächern Wiens, sondern auch das bemerkenswerte Engagement der Philharmoniker für die queere Sache. Die Tatsache, dass sich Mitglieder eines so renommierten Orchesters klar und öffentlich mit LGBTI-Initiativen solidarisierten, verlieh dem Konzert eine starke gesellschaftliche Aussage.
Die Einnahmen des Abends kommen direkt der Initiative Queer Moments zugute, die mit Ausstellungen, Tanzveranstaltungen und kreativen Projekten queere Kunst und Sichtbarkeit fördert. Für das leibliche Wohl sorgte das Restaurant Kelsen, das für einen stilvollen Rahmen sorgte.
Politische Unterstützung für queere Anliegen
Zu den Gästen zählten zahlreiche Vertreter:innen aus Politik und öffentlichem Leben. Unter anderem waren die Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig, die Nationalratsabgeordneten Mario Lindner, Heinrich Himmer, Elke Hanel-Torsch und Rudolf Silvan sowie die 3. Landtagspräsidentin von Niederösterreich, Elvira Schmidt, anwesend.
Auch die Bürgermeisterin von Weiz, Bettina Bauernhofer, war bei der Veranstaltung anwesend und hat damit ihre Unterstützung für das Anliegen der Veranstaltung gezeigt.
Als Ehrengast wurde Valerie Lenk von Trans.Vielfalt begrüßt. Ihre Anwesenheit unterstrich den Fokus des Abends: mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und Solidarität mit queeren Menschen in Österreich.
„Musik baut Brücken“ – ein emotionaler Abend
„Musik ist eine universelle Sprache, die keine Übersetzung braucht“, sagte Ortrun Gauper, die Initiatorin der Initiative „Queer Moments“. Die Energie des Abends habe gezeigt, dass Kunst Menschen verbindet – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Identität. „Vielfalt ist keine Differenz, sondern eine Bereicherung“, betonte sie. Ihre Worte fanden unter den Gästen viel Zustimmung.
Gauper zeigte sich gerührt vom starken Zuspruch und der positiven Atmosphäre. Der Abend endete in einem geselligen Get-together, bei dem anregende Gespräche und ausgelassene Stimmung den Ton angaben.
Breite Unterstützung aus Wirtschaft und Kultur
Ein solcher Abend ist ohne tatkräftige Partner kaum denkbar. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Unternehmen und Einzelpersonen aus den unterschiedlichsten Bereichen, darunter Mario Reichel von BlitzBlank, Alfons Moser von Akkord, Christian Schmalvogel vom Weingut Fuhrgasslhuber, Thomas Hahn vom Restaurant Kelsen, Rechtsanwalt Heinz Wolfbauer und Sven Löhr von Velo Austria.
Diese breite Unterstützung aus der Wirtschaft zeigt, dass queere Sichtbarkeit und gesellschaftliches Engagement über politische Grenzen hinweg breite Rückendeckung finden. Der Abend hat eindrucksvoll unterstrichen, wie Kultur als Sprachrohr für gesellschaftliche Anliegen dienen kann: offen, einladend und voller Energie.

