HomeGesundheitGeschlechtskrankheitenMpox-Fälle in Berlin nehmen wieder deutlich zu

Mpox-Fälle in Berlin nehmen wieder deutlich zu

Die deutsche Hauptstadt verzeichnet so viele Mpox-Infektionen wie seit Jahren nicht mehr. Besonders betroffen sind Männer zwischen 20 und 60 Jahren. Die Gesundheitsbehörde ruft erneut zu Impfungen auf.

In Berlin sind die Mpox-Infektionen in diesem Jahr sprunghaft angestiegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) gab bekannt, dass bisher 160 Fälle gemeldet wurden. Das sind mehr als in den beiden Vorjahren zusammen. 2024 waren es 68 und 2023 insgesamt 87 Infektionen. Damit erreicht die Zahl der Erkrankungen einen neuen Höchststand seit dem großen Ausbruch im Jahr 2022.

In den letzten Wochen ist die Zahl der Infektionen deutlich gestiegen

Im Sommer hatte sich die Lage zunächst entspannt, wochenweise wurden nur null bis vier neue Fälle registriert. Doch zuletzt stiegen die Zahlen wieder deutlich: In der vergangenen Woche wurden neun neue Infektionen gemeldet. Betroffen sind ausschließlich Männer im Alter von 20 bis 60 Jahren. Unter den bislang identifizierten Fällen waren fünf Personen, die bereits gegen Mpox geimpft waren.

Mpox (früher Affenpocken) ist eine Viruserkrankung, die vor allem durch engen Körperkontakt, etwa beim Sex, übertragen wird. Typische Symptome sind Hautausschlag, Fieber und Muskelschmerzen. Das Virus breitet sich in der Regel über engen körperlichen oder sexuellen Kontakt aus.

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Impfung wird für Männer, die Sex mit Männern haben, empfohlen

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) bestimmten Personengruppen eine Impfung gegen Mpox. Dazu zählen insbesondere Männer, die Sex mit Männern haben und häufig den Partner wechseln. Für eine Grundimmunisierung sind zwei Dosen erforderlich.

Auch bundesweit zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Seit Mai 2022 wurden in Deutschland rund 4.300 Mpox-Fälle registriert, die meisten davon in Berlin. Seit Herbst 2024 treten zudem vereinzelt Infektionen mit der neuen, als gefährlicher geltenden Variante Klade Ib auf.

In diesem Jahr konnten Forscherinnen und Forscher der Universität Bern und des Schweizer Instituts für Virologie und Immunologie nachweisen, dass Mpox auch Nervenzellen im Gehirn angreifen und dauerhafte Schäden verursachen kann.

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