Ein 35-jähriger Mann wurde am Samstagabend im Hamburger Stadtteil Rotherbaum offenbar aus homophoben Motiven beleidigt und anschließend mit einem Messer bedroht. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall gegen Abend vor einem Lokal an der Ecke Grindelallee/Bundesstraße.
Flucht mit Bus und Zug – Täter weiter flüchtig
Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei wurde der Mann dort von einem Unbekannten angesprochen und schwulenfeindlich beleidigt. Im weiteren Verlauf zückte der Täter ein Messer und bedrohte sein Opfer. Ein 34-jähriger Zeuge griff sofort ein, woraufhin der Täter die Flucht ergriff.
Zeugenaussagen zufolge stieg der Angreifer nach der Tat in einen Linienbus, fuhr zum Theodor-Heuss-Platz und flüchtete von dort aus über den Bahnhof Dammtor. Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen durch Polizei und Bundespolizei konnte der Mann bislang nicht gestellt werden. Die Ermittlungen hat inzwischen der Staatsschutz übernommen, wie es bei mutmaßlichen Hassverbrechen üblich ist.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe
Die Polizei veröffentlichte eine detaillierte Beschreibung des Verdächtigen: Er soll zwischen 1,75 und 1,80 Meter groß sein, 30 bis 45 Jahre alt und hat kurze braune Haare sowie eine sogenannte Monobraue. Er habe kurze braune Haare und auffällig zusammengewachsene Augenbrauen, eine sogenannte Monobraue. Zeugen beschrieben zudem ein „osteuropäisches Erscheinungsbild”. Zur Tatzeit trug er eine enge blaue Jeans, eine dunkle Regenjacke sowie weiße Schuhe.
Personen, die Hinweise zum Täter geben können, werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Nummer (040) 4286-56789 oder bei jeder Polizeidienststelle zu melden.
Wie im Mai bekannt wurde, verzeichnet die Hamburger Polizei einen deutlichen Anstieg homophober und queerfeindlicher Straftaten. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 1.043 Fälle von Hasskriminalität registriert. Davon betrafen 149 Fälle die Bereiche „sexuelle Orientierung” und „geschlechtsbezogene Diversität”. Im Vorjahr waren es in diesem Bereich noch 98 Fälle.

