HomePolitikInlandMario Lindner bleibt Vorsitzender der SoHo Österreich

Mario Lindner bleibt Vorsitzender der SoHo Österreich

Am Samstag fand in Wien die Bundeskonferenz der sozialdemokratischen LGBTI-Organisation SoHo statt. Im Rahmen der Versammlung wurde der bisherige Vorsitzende Mario Lindner mit 97,5 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt. Lindner ist zudem Abgeordneter zum Nationalrat und Gleichbehandlungssprecher der SPÖ.

Neben ihm wurden mehrere weitere Mitglieder in die Bundesorganisation gewählt. Zu den stellvertretenden Vorsitzenden zählen Bundesrat Stephan Auer-Stüger, Tatjana Gabrielli, Birgit Kern, Trans-Sprecherin Dominique Mras, Anna Robosch, Albin Schennach-Thaler und Andreas Tschida. Sebastian Pay übernimmt die Rolle des Bundessekretärs und Philipp Ebenbichler wurde zu seinem Stellvertreter gewählt.

Forderung nach Schutz vor Hass und Gewalt

Die Konferenz stand unter dem Motto „Sicher & selbstbestimmt mit uns“. In seiner Eröffnungsrede kritisierte Lindner die zunehmenden Angriffe auf queere Menschen sowie die seiner Ansicht nach wachsende Bedrohung durch rechtsfundamentalistische Kräfte.

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„Wenn die Angriffe auf Menschenrechte und die Sicherheit der LGBTIQ+-Community stärker werden, dann kann unsere Antwort darauf nur mehr Engagement, mehr Sichtbarkeit und mehr Mut sein“, sagte Lindner vor den Delegierten. Alle Menschen in Österreich hätten ein Recht auf ein sicheres Leben ohne Angst und Gewalt, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität, so der Vorsitzende weiter.

Politische Unterstützung und Auszeichnung für Engagement

An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter:innen aus Politik und Zivilgesellschaft teil. Unter anderem richteten Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl, SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger Grußworte an die Delegierten.

Ein Höhepunkt der Konferenz war die Verleihung des Wolfgang-Benndorf-Preises an die ehemalige Margaretener Bezirksvorsteherin Silvia Jankovic. Der Preis würdigt besondere Verdienste um die LGBTI-Community.

Ausbau von Netzwerken gegen rechte Kampagnen

Inhaltlich positionierte sich die SoHo als entschiedene Gegnerin eines von ihr beschriebenen „rechts-fundamentalistischen Kulturkampfes“. Unter dem Leitsatz „Unite“ will die Organisation künftig als Plattform für ein bundesweites Netzwerk gegen menschenfeindliche Kampagnen fungieren.

Zu den Zielen zählen unter anderem ein gesetzliches Verbot von Konversionstherapien, der Schutz intergeschlechtlicher Kinder und die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans gegen Hassverbrechen. Dabei betont die SoHo einen intersektionalen Ansatz, der soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe verbindet.

„Nur wenn wir unser Land in allen gesellschaftlichen Bereichen voranbringen, werden wir ein wirklich sicheres und selbstbestimmtes Leben umsetzen können“, erklärte Lindner in seiner Rede. Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung und im Bildungsbereich seien laut SoHo dabei ebenso notwendig wie eine gerechtere Verteilung von Ressourcen.

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