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Wien rüstet sich für den 70. Eurovision Song Contest

Wien plant für den 70. Eurovision Song Contest eine Rekordshow – mit innovativen Postcards, 90.000 Tickets und hunderten Volunteers. Warum dieser ESC größer, nachhaltiger und internationaler werden soll als alle zuvor, zeigt ein Blick auf die aktuellen ORF-Pläne.

Wien arbeitet mit Hochdruck an den Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest 2026, der als Jubiläumsausgabe größer und internationaler als je zuvor werden soll. ORF-Generaldirektor Roland Weißmann erklärte dazu: „Wir werben für den 70. Song Contest mit möglichst vielen Mitgliedsländern. Und ich bin optimistisch, dass wir eine Rekordzahl an Teilnehmerländern haben werden.“

Hinter den Kulissen laufe bereits intensive diplomatische Arbeit, um mehr als 43 Staaten zur Teilnahme zu bewegen. Ob Israel dabei sein wird, entscheidet die EBU Anfang Dezember. Weißmann betonte dazu klar: Der Wettbewerb werde von öffentlich-rechtlichen Sendern veranstaltet, nicht von Staaten – „und für den Song Contest gilt deshalb: Israel gehört selbstverständlich dazu.“

Postcards als kreative Bühne für Österreich

Ein besonderes Highlight der Vorbereitungen sind die diesjährigen „Postcards“. Sie kombinieren reale österreichische Schauplätze mit im Studio produzierten Ebenen und erzeugen so fantasievolle Miniwelten – etwa überfliegende Sessellifte oder Künstlerinnen in Mikrogröße zwischen überdimensionalen Pflanzen.

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„In unseren Postcards zeigen wir Österreich von seinen schönsten und spannendsten Seiten – und zwar in moderner Bildsprache“, so ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz. Jede Postkarte wird außerdem als echte Ansichtskarte erscheinen – ein Gruß aus dem Land, in dem die Postkarte im Jahr 1868 erfunden wurde.

Die Dreharbeiten dazu haben im Oktober begonnen. Um Österreich in all seinen Facetten darzustellen, wird über mehrere Jahreszeiten hinweg gedreht. Die Acts bringen sich später über ihre Performance und passende Requisiten kreativ ein, sodass jede Postkarte einen individuellen Charakter erhält.

Tickets, Volunteers und Stand-ins: Die logistische Großaufgabe

Mit rund 90.000 Tickets erwartet der ORF einen enormen Andrang. Ab dem 24. November können sich Fans für die erste Ticketphase registrieren. Gleichzeitig beginnt die Suche nach 800 Volunteers, die als das Gesicht des Wettbewerbs auftreten sollen. Executive Producer Michael Krön betonte dabei: „Die Volunteers glänzen mit Begeisterung und sind jedes Jahr ein unverzichtbares Aushängeschild des größten TV-Musikwettbewerbs der Welt.“

Noch größer ist der Andrang bei den Stand-ins: 1600 Bewerber:innen möchten als professionelle Tänzer:innen oder Sänger:innen während der Proben einspringen. Letztlich werden nur 30 von ihnen ausgewählt, um die Abläufe der Live-Shows zu perfektionieren.

Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit im Fokus

Der ORF strebt eine doppelte Umweltzertifizierung als „Green Event“ und „Green Producing“ an. Dazu gehören eine nachhaltige Logistik, energiesparende Technik und Abfallvermeidung. Ebenso soll der Song Contest ein Fest „für alle“ sein. Untertitel, Audiodeskription, Musikgebärden sowie barrierefreie Eventbereiche sind fest eingeplant.

Auch die österreichische Vorentscheidung nimmt Form an. Es sind mehr als 500 Bewerbungen eingegangen. Aus diesen wählt der ORF nun zwölf Acts für die Show „Vienna Calling – Wer singt für Österreich?“, die am 20. Februar 2026 live ausgestrahlt wird. Moderiert wird die Show von Alice Tumler und Cesár Samson. Jury und Publikum entscheiden gemeinsam, wer Österreich beim Jubiläums-ESC vertreten wird.

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