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Sir Elton John über seinen Sehverlust: „Die letzten 15 Monate waren herausfordernd“

Pop-Ikone Elton John hat in einem Interview über seine schwere Augenkrankheit gesprochen – und zeigt sich trotz allem hoffnungsvoll.

Pop-Legende Elton John hat erstmals ausführlich über die Auswirkungen einer schweren Augeninfektion gesprochen, durch die er auf dem rechten Auge erblindet ist.

Im Gespräch mit dem US-Magazin Variety bezeichnete der Musiker den Sehverlust als „niederschmetternd“. Auch sein linkes Auge sei stark beeinträchtigt, was ihn in den vergangenen 15 Monaten massiv eingeschränkt habe. „Ich konnte nichts sehen, nichts anschauen, nichts lesen“, so John.

Hoffnung trotz Diagnose: Elton John setzt auf Fortschritte der Medizin

Trotz der ernüchternden Diagnose gibt sich Elton John kämpferisch. Er zieht Hoffnung aus wissenschaftlichen Fortschritten, wie sie bei der Behandlung von HIV und AIDS erzielt wurden, mit deren Bekämpfung er sich seit Jahrzehnten engagiert.

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„Man darf die Hoffnung nicht aufgeben“, sagte John. „Man muss standhaft bleiben und immer versuchen, die Tür einzutreten, um Verbesserungen zu erreichen.“

Sein Ehemann David Furnish berichtete, dass erste Behandlungen bereits leichte Verbesserungen beim linken Auge gezeigt hätten. Parallel dazu informiere sich das Paar über neue medizinische Ansätze.

Konzertauftritte trotz Sehverlust – „Ich kann das Schlagzeug nicht sehen“

Trotz seiner eingeschränkten Sicht tritt Elton John weiterhin regelmäßig auf. Zuletzt performte er beim Formel-1-Grand-Prix in Singapur und kündigte einen Auftritt beim „Rock in Rio“-Festival 2026 an.

„Ich kann spielen, weil alles so nah dran ist“, erklärte er. Problematisch sei lediglich, dass er seine Bandmitglieder nicht mehr sehen könne: „Ich sehe Nigel (Olsson, Schlagzeuger) nicht mehr. Davey (Johnstone, Gitarrist) sagt mir dann, wann ein Song endet, damit wir synchron bleiben.“

Auch bei privaten Auftritten und Benefizkonzerten zeigte der Musiker weiterhin Präsenz. Im März 2025 stand er gemeinsam mit Brandi Carlile für ein exklusives Konzert in London auf der Bühne. Ihr gemeinsames Album „Who Believes In Angels?” erschien ebenfalls in diesem Jahr.

Freunde und Familie geben Halt: „Paul McCartney ruft mich per FaceTime an“

Besonders viel Kraft gibt ihm seine Familie, zu der seine zwei Kinder und sein Ehemann David Furnish gehören. Auch die Unterstützung berühmter Weggefährten hilft ihm im Alltag.

„Paul McCartney ruft mich per FaceTime an und fragt, wie es mir geht. Das ist wirklich schön“, so John. Auch von Pete Townshend, Mick Jagger und Keith Richards erhalte er regelmäßig Nachrichten. „Das verschönert mir den Tag.“

Elton John hatte im Sommer 2024 seine Augenprobleme öffentlich gemacht. Damals sprach er erstmals von einer Infektion, die zu bleibenden Schäden geführt habe. Seine jüngsten Aussagen geben nun einen tieferen Einblick in seinen Umgang mit der Situation und seine Hoffnung, dass sich seine Lage noch verbessern könnte.

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