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Wien bekommt 2026 ein neues Ambulatorium für sexuelle Gesundheit

Die Aids Hilfe Wien eröffnet 2026 das magnus*-Ambulatorium – ein niederschwelliger Ort für Diagnostik, Beratung, Behandlung und Prävention. Das Projekt soll Vorbild für ganz Österreich werden.

Ende des ersten Quartals 2026 entsteht in Wien mit dem magnus* Ambulatorium für sexuelle Gesundheit ein in Österreich einzigartiges Angebot. Unter einem Dach werden medizinische Diagnostik, psychosoziale Beratung, Prävention und Therapieangebote vereint. Ziel ist es, Hürden abzubauen und einen niedrigschwelligen Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen für alle zu schaffen.

Ein zentraler Ort für sexuelle Gesundheit

„Wir verzeichnen seit Jahren einen starken Anstieg bei HIV- und STI-Tests“, sagt Mirijam Hall von der Aids-Hilfe Wien. „Gleichzeitig steigen europaweit die Zahlen sexuell übertragbarer Infektionen. Der Bedarf an unkomplizierten Angeboten ist größer denn je.“

Das zeigen auch die Zahlen: So meldet das European Centre for Disease Prevention and Control einen Anstieg der Gonorrhö-Fälle in der EU/EWR-Region um rund 31 Prozent im Vergleich zu 2022 sowie einen Anstieg der Syphilis-Diagnosen um 13 Prozent.

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Zielgruppe: alle Menschen – unabhängig von Herkunft oder Identität

Das magnus*-Ambulatorium richtet sich an alle Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Herkunft. Die Einrichtung soll ein sicherer Ort sein, an dem Menschen ohne Angst vor Ausgrenzung Hilfe erhalten.

„Wir wollen einen Ort schaffen, an dem niemand erklären muss, warum er oder sie da ist“, so Hall. Damit reagiert die Aids Hilfe Wien auch auf die strukturelle Benachteiligung und Stigmatisierung, der viele Betroffene noch immer ausgesetzt sind.

Modellprojekt für ganz Österreich

Mit dem Ambulatorium geht die Aids Hilfe Wien neue Wege. Es ist das erste Angebot in Österreich, das alle Leistungen im Bereich der sexuellen Gesundheit zentral und barrierefrei bündelt.

„Das Projekt soll als Modell für eine moderne, inklusive Gesundheitsversorgung dienen“, sagt Hall. Die Aids Hilfe Wien hofft, dass ähnliche Einrichtungen künftig auch in anderen Bundesländern entstehen.

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