Die Türkis Rosa Lila Villa, ein selbstverwaltetes, queeres und BIPoC-Community-Center in Wien, steht vor einer akuten finanziellen Krise. Nach jahrzehntelanger Vernachlässigung der Wartung sind eigenen Angaben zufolge alle Gasleitungen im Gebäude undicht. Dies stellt eine gefährliche Situation dar und beeinträchtigt das tägliche Leben der Bewohner:innen erheblich.
Gefahr durch undichte Leitungen
„Im Laufe der letzten Tage haben wir festgestellt, dass alle Gasleitungen im Haus undicht sind“, heißt es in einem Aufruf der Villa. Die Schäden seien auf jahrzehntelange Vernachlässigung der Infrastruktur zurückzuführen. Erste Reparaturen wurden bereits durchgeführt. Diese haben das Projekt 20.000 Euro gekostet, wodurch nahezu alle finanziellen Rücklagen aufgebraucht sind.
Aktuell sei es in der Villa nicht möglich, zu heizen oder Warmwasser zu nutzen, heißt es im Aufruf. Dies betrifft nicht nur die Gemeinschaftseinrichtungen, sondern auch die privaten Wohnbereiche der Bewohner:innen, darunter mehrere Erwachsene, ein Kind und eine Katze.
50.000 Euro für vollständige Reparaturen
Laut der Türkis Rosa Lila Villa werden für die vollständige Instandsetzung der Gasleitungen weitere 50.000 Euro benötigt. Dieses Geld soll so schnell wie möglich aufgebracht werden, damit alle nötigen Reparaturen vor dem Winter abgeschlossen werden können. Die Villa setzt nun auf die Solidarität der Community und ruft zu finanzieller Unterstützung auf.
„Wir versuchen, so viel Unterstützung wie möglich aufzustellen“, heißt es in dem Aufruf. Das Geld soll durch Spenden oder Direktkredite aufgetrieben werden. Bei Direktkrediten handelt es sich um Beträge, die Unterstützer:innen der Villa leihen können, mit dem Versprechen, diese im Laufe des nächsten Jahres zurückzuzahlen. Spenden können direkt über die Plattform GoFundMe abgewickelt werden.
Die Türkis Rosa Lila Villa versteht sich als sicherer Ort für queere Menschen und People of Color in Wien. Neben Wohnraum bietet das Projekt auch Räume für Vernetzung, Veranstaltungen und gegenseitige Unterstützung.

