HomeNewsZwei junge Frauen in Berlin queerfeindlich beleidigt und angegriffen

Zwei junge Frauen in Berlin queerfeindlich beleidigt und angegriffen

In Berlin-Lichtenberg wurden am Samstagabend zwei Frauen an einer Straßenbahn-Haltestelle von drei Männern queerfeindlich beleidigt und körperlich attackiert. Der Staatsschutz ermittelt.

Am späten Samstagabend kam es in Berlin-Lichtenberg zu einem mutmaßlich queerfeindlichen Angriff. Nach Angaben der Polizei wurden zwei Frauen an der Tramhaltestelle Arendsweg verbal und körperlich attackiert. Die Tat ereignete sich gegen 23:30 Uhr.

Tritte, Schläge und homophobe Beleidigungen

Nach bisherigem Ermittlungsstand gerieten die beiden Frauen, 19 und 23 Jahre alt, mit drei unbekannten Männern in eine Auseinandersetzung. Dabei sollen die Männer die Frauen queerfeindlich beleidigt haben. Zwei der Täter griffen anschließend körperlich an.

Die 23-Jährige wurde laut Polizei mit Fäusten geschlagen, getreten, an den Haaren gezogen und bespuckt. Ihre Begleiterin erlitt durch einen Faustschlag Verletzungen am Kiefer. Die Täter flüchteten nach dem Angriff in Richtung Große-Leege-Straße.

Rettungskräfte vor Ort – Staatsschutz übernimmt Ermittlungen

Rettungskräfte versorgten die verletzten Frauen noch vor Ort. Anschließend wurden beide ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Die 23-Jährige trug unter anderem Gesichtsverletzungen und eine Verletzung am linken Oberschenkel davon.

Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat die Ermittlungen übernommen. Dieser ist für politisch motivierte Straftaten wie Hasskriminalität zuständig.

Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

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