Der Countdown für den Eurovision Song Contest 2026 in Wien läuft, und damit rücken auch die zentralen Elemente des Events in den Fokus.
Die Bühne soll den kreativen Neubeginn symbolisieren
Am Dienstag stellte der ORF das Bühnenbild vor, das im Mai des kommenden Jahres Millionen Zuschauer:innen weltweit begeistern soll. Für das Design zeichnet erneut der deutsche Bühnenarchitekt Florian Wieder verantwortlich, der bereits achtmal ESC-Bühnen entwarf, darunter auch für Wien 2015.
Im Zentrum des Entwurfs steht ein großes, gebogenes LED-Blatt, das als Herzstück der Bühne dient und ein starkes Symbol trägt: Es steht für den Neubeginn und die kreative Mitgestaltung Europas. Laut dem ORF soll Europa „darauf seine Melodie der Vielfalt schreiben“.
Hommage an die Wiener Secession
Das Konzept dieser Bühne ist eng mit der Wiener Secession verknüpft. Die Künstlergruppe um Gustav Klimt diente als Inspirationsquelle. Ihr Geist – der Wille zur Erneuerung, zur kreativen Freiheit und zur Auflösung von Konventionen – spiegelt sich im Design wider. Drei Gestaltungselemente prägen die Bühne:
- Das Blatt: eine weiße, unbeschriebene Fläche als Symbol für Ursprung und Gestaltungspotenzial,
- Der Resonanzbogen: Eine geschwungene Struktur, die musikalische Bewegung, Verbindung und Wiener Charme ausdrückt.
- Das Konstrukt: Goldene, skizzenhafte Struktur, die Visionen ordnet und Funktion mit Ästhetik vereint.
Diese Elemente treffen aufeinander und schaffen so ein dynamisches, wandelbares und zugleich organisch wirkendes Bühnenbild, das die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt.
„In the Heart of Europe“ als Leitmotiv
Anlässlich des Jubiläums des Eurovision Song Contests steht nicht nur Musik im Mittelpunkt, sondern auch die Rolle Wiens als Treffpunkt europäischer Kulturen. Das Motto „United by Music – (In) the Heart of Europe“ unterstreicht diese Rolle.
„Diese Bühne vereint kreative Innovation, kulturelle Verankerung und höchste technische Qualität“, erklärte ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz bei der Präsentation. Generaldirektor Roland Weißmann sprach von einem „atemberaubenden Bühnenbild“, das „den hohen Ansprüchen des weltweit größten TV-Unterhaltungsevents gerecht wird“.
Neu ist auch die direkte Verbindung zwischen Bühne und Green Room, ein Steg soll die beiden Bereiche verbinden und so den berühmten „Winners Walk“ durch das Publikum ermöglichen. Diese Nähe zwischen Künstler:innen und Fans ist Teil des Gesamtkonzepts, das auf Emotionen, Verbindungen und gemeinsames Erleben setzt.
Wie bekomme ich ein Ticket für den ESC?
Die Registrierung für den Ticketkauf läuft bereits seit Anfang Dezember und endet am 18. Dezember um 23:59 Uhr. Nur wer sich bis dahin auf eurovision.com oder oeticket.com registriert hat, kann bei der ersten Verkaufswelle am 13. Jänner Tickets erwerben. Pro Person sind bis zu vier Tickets möglich – nach dem Prinzip „First Come, First Served“.
Es gibt Tickets für insgesamt neun Shows, darunter je drei für die Semifinals 1 und 2 sowie das große Finale: je eine Abend-Liveshow, eine Nachmittags-Preview und eine Generalprobe. Die Preisspanne reicht dabei von 15 Euro für die Nachmittagsshows bis zu 360 Euro für Plätze im Golden Circle beim Finale.
Wie kann ich beim Song Contest in Wien mitmachen?
Für das Volunteer-Programm des Eurovision Song Contest 2026 haben sich bereits mehr als 1.800 Menschen vorregistriert, davon etwa 300 per Videobewerbung. Gesucht werden engagierte, empathische und mehrsprachige Personen, die zwischen dem 27. April und dem 17. Mai 2026 in Wien verfügbar sind.
Die Registrierung ist bis zum 28. Januar 2026 über songcontest.ORF.at möglich. Dort sind auch alle Details zu den verschiedenen Einsatzbereichen einsehbar. Die Volunteers erhalten ein offizielles Outfit, Verpflegung und eine Versicherung.

