Die 28-jährige Tamara Flores war für viele Fans die Favoritin im Rennen um das österreichische Ticket für den Eurovision Song Contest 2026: Mit ihrem zweisprachigen Latinpop-Song „Chingona” erreichte sie bereits im November Platz eins der FM4-Charts. Umso größer war die Überraschung, als sie jetzt ihren Rückzug verkündete.
Warum tritt Tamara Flores nicht mehr für den ESC an?
Wie der ORF bestätigte, sei der Rücktritt eine persönliche Entscheidung gewesen. Aus „privaten Gründen“ wolle die Künstlerin nicht mehr an der Show teilnehmen. Weitere Details wurden nicht genannt.
In vergangenen Interviews betonte Flores immer wieder, wie sehr sie ihre musikalische Identität aus dem Zusammenspiel ihrer mexikanischen und österreichischen Wurzeln schöpft. „Der Song hat die Message, dass man gut ist, so wie man ist, solange man ehrlich zu sich selbst ist und seinen Weg geht“, sagte sie über „Chingona“. Die Verbindung zweier Kulturen sei für sie längst selbstverständlich.
In Wien als Tochter eines Österreichers und einer Mexikanerin geboren, verarbeitet Flores ihre Herkunft künstlerisch. Ihre Musik vereint Elemente aus Pop, Reggaeton, Klassik und sogar Oper. Ein Auslandssemester in Buenos Aires gab ihrer künstlerischen Entwicklung einen entscheidenden Impuls – dort entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs Songwriting.
Wer tritt statt Tamara Flores an?
Nach dem Rücktritt von Flores wurde der 35-jährige Wiener Sidrit Vokshi als Ersatzkandidat nominiert. Er vervollständigt das Teilnehmerfeld der Live-Show „Vienna Calling – Wer singt für Österreich?“, die am Freitag, dem 20. Februar, um 20:15 Uhr auf ORF 1 und ORF ON ausgestrahlt wird. Insgesamt treten zwölf Acts an. Jury und Publikum entscheiden gemeinsam, wer Österreich beim ESC 2026 vertreten darf.
Wer ist Sidrit Vokshi und mit welchem Lied tritt er an?

In der Show präsentiert Sidrit Vokshi seinen deutschsprachigen Song „Wenn ich rauche“. Die Ballade erzählt von einem Mann, der mit dem Verlust einer geliebten Person ringt und Nacht für Nacht in Bars Zuflucht sucht. „Wenn ich rauche und kurz mit mir selbst bin, reißen alle Nähte wieder auf, die ich in der Bar zugemacht habe“, beschreibt Vokshi den emotionalen Kern des Liedes.
Für den gebürtigen Wiener mit albanischen Wurzeln ist der Eurovision Song Contest weit mehr als nur ein Musikwettbewerb. „Der ESC ist ein megageiler Event, bei dem Länder zusammenkommen und den großen gemeinsamen Nenner unserer Kulturen zusammenbringen: die Musik“, sagt Vokshi. Nach vielen Jahren habe er das Gefühl, dass jetzt der richtige Moment sei, um Österreich etwas zurückzugeben.

