Jetzt ist es offiziell: Noam Bettan wird Israel beim 70. Eurovision Song Contest (ESC) 2026 in Wien vertreten. Der 27-jährige Sänger gewann das Finale der beliebten israelischen Castingshow „HaKokhav HaBa – The Next Star” und sicherte sich damit das Ticket für den ESC.
In mehreren Voting-Runden setzte er sich gegen seine Mitfinalistinnen Alona Erez, Gal De Paz und Shira Zloof durch. Die Entscheidung fiel nach insgesamt 33 Sendungen mit Auditions, Duellen und Live-Shows. Der gebürtige Israeli aus Ra’anana überzeugte Publikum und Jury gleichermaßen mit seiner mehrsprachigen Performance und seiner Bühnenerfahrung.
Pop mit französischen Wurzeln
Bettan wuchs als Sohn französischer Einwanderer in Israel auf und lebte zeitweise in Frankreich. Seine Musik spiegelt diese Herkunft wider: Viele seiner Songs verbinden Hebräisch und Französisch. Auch bei seinen Auftritten in der Castingshow sang er in beiden Sprachen und konnte damit sowohl die Jury als auch die Zuschauer begeistern.
Welchen Song Noam Bettan in Wien präsentieren wird, ist noch offen. Laut israelischen Medien soll der Beitrag intern ausgewählt und voraussichtlich im März veröffentlicht werden. Bettan hat bereits mehrere Singles und ein Album veröffentlicht. 2018 stand er im Finale einer anderen Musikshow und gilt als erfahrener Performer.
„Es ist, als würde man sich in die Höhle des Löwen begeben“, sagte Bettan laut israelischen Medien zu seiner Teilnahme am ESC. In den vergangenen Jahren waren israelische Acts vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts teils massiv kritisiert und ausgebuht worden.
ESC-Teilnahme sorgt international für Kontroversen
Die Nominierung Bettans erfolgt in einer politisch angespannten Zeit. Aufgrund des Militäreinsatzes Israels im Gazastreifen haben mehrere Länder ihre Teilnahme am ESC 2026 abgesagt, darunter Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien.
Trotz der Kontroversen bleibt der ESC 2026 ein Großereignis: Alle Shows in der Wiener Stadthalle sind bereits ausverkauft. Insgesamt nehmen 35 Länder am Wettbewerb teil. Die Regeln zur Stimmabgabe wurden nach dem Vorjahresbewerb angepasst: Das Juryvotum hat nun mehr Gewicht, während der Einfluss des Publikums reduziert wurde.

