Wegen eines Hitlergrußes bei der Linzpride landete ein 23-jähriger Mann aus Traun nun vor Gericht: Der Mann war den Beamten aufgefallen, die die Parade in der Linzer Innenstadt begleiteten. Laut Polizei war er dem Zug am Graben entgegengelaufen und schließlich mit erhobener rechter Hand am Straßenrand stehen geblieben. Die Beamten griffen sofort ein und sprachen den Mann an.
Er behauptete später, er habe lediglich Bekannten auf der anderen Straßenseite zugewinkt. Diese Erklärung überzeugte jedoch weder die Polizist:innen vor Ort noch das Gericht.
Gericht verhängt unbedingte Haftstrafe
Der 23-Jährige musste sich wegen des Verbrechens der nationalsozialistischen Wiederbetätigung vor dem Landesgericht Linz verantworten. Der gesetzliche Strafrahmen dafür reicht von einem bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Am Montagnachmittag fiel das Urteil: 18 Monate unbedingte Haft.
In Österreich ist jede Form der Verherrlichung oder Nachahmung nationalsozialistischer Symbolik – wie etwa der Hitlergruß – strafbar. In diesem Fall lag laut Gericht eine klare Handlung vor, die diesen Straftatbestand erfüllte.
Abgesehen von diesem Vorfall blieb die Linzpride friedlich. Laut der HOSI Linz als Veranstalterin beteiligten sich bis zu 13.000 Menschen an der Parade.

