HomeSzeneWienNeue Initiative in Wien: „Common Cause“ will queere Community besser vernetzen

Neue Initiative in Wien: „Common Cause“ will queere Community besser vernetzen

In vielen Teilen Europas nehmen Einschränkungen der Freiheitsrechte zu. Was vor wenigen Jahren noch undenkbar war, ist heute Realität: In mehreren EU-Staaten werden Verbote von Büchern, Pride-Paraden und queeren Organisationen versucht oder sogar durchgesetzt. Auch in Österreich beobachten Aktivist:innen mit Sorge, dass antidemokratische Strömungen zunehmend Einfluss gewinnen. 

Hinter diesen Angriffen stecken häufig internationale Geldgeber, die gezielt Hass gegen queere Menschen schüren. „Wir erleben gerade, dass nicht nur queere Rechte, sondern unsere gesamte demokratische Freiheit unter Druck geraten“, hieß es bei der Präsentation der Initiative „Common Cause“ am Dienstag im Qwien, dem Zentrum für queere Geschichte in Wien. „Deshalb ist jetzt der Moment, zusammenzustehen und gemeinsam aktiv zu werden.“

Neue Solidarität durch bessere Vernetzung

Die Initiative „Common Cause – the community alliance“ will genau hier ansetzen. Sie versteht sich als Plattform zur besseren Vernetzung der LGBTIQ+-Community. Das Ziel besteht darin, Parallelstrukturen zu überwinden und Kräfte zu bündeln.

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„Common Cause ist unsere Antwort auf die aktuellen Herausforderungen“, betont die Gruppe auf ihrer Homepage. „Ein Bündnis für dich und alle in der Community mit dem Ziel, uns gegenseitig zu schützen und zu stärken.“ Neben einer digitalen Infrastruktur sind konkrete Unterstützungsangebote geplant, darunter eine Helpline.

Vielfalt als Stärke: Breites Spektrum an Mitwirkenden

Barbara Schlachter-Delgado vom Führungsteam betont die Offenheit und Breite der Initiative: „Was ich an Common Cause besonders schätze: Wir sind breit aufgestellt. Bei uns engagieren sich Menschen mit viel Erfahrung in queeren Themen genauso wie jene, die neu dazukommen.“

Die Mitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen: Kultur, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheitswesen und IT. Schlachter-Delgado ergänzt: „Wir möchten noch bunter werden und alle ansprechen, denen queere Rechte wichtig sind: die gesamte LGBTIQA+-Community, Menschen mit Migrationsgeschichte und unsere Allies, die für uns unverzichtbar sind.“

Erste Projekte: Helpline, Eventkalender und der „Common Club“

Die neue Allianz möchte nicht nur bestehende Gruppen unterstützen, sondern auch eigene Angebote schaffen. Drei Projekte sind bereits konkret in Planung: eine Helpline für Betroffene queerfeindlicher Gewalt, ein umfassender Eventkalender, der Veranstaltungen aus der gesamten Community zusammenführt, sowie der „Common Club“, ein monatliches Vernetzungstreffen mit wechselnden Themenschwerpunkten.

Der erste „Common Club“ findet am 5. März um 18:30 Uhr im Max Brown Hotel in der Schottenfeldgasse statt. Er richtet sich an alle, die sich vernetzen oder in die Community-Arbeit einbringen möchten.

Breite Unterstützung bei der Präsentation

Die Präsentation der Initiative im Qwien war gut besucht. Vertreter:innen aller relevanten politischen Parteien sowie zahlreicher zivilgesellschaftlicher Organisationen waren anwesend und zeigten sich beeindruckt von dem neuen Vernetzungsprojekt.

Die Botschaft der Initiative ist klar: Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und Solidarität sollen gestärkt werden, um queeren Menschen in Österreich den Rücken zu stärken – in einer Zeit, in der ihre Rechte und ihre Sicherheit zunehmend unter Druck geraten.

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