HomeNewsStars & PromisChappell Roan trennt sich nach Epstein-Enthüllungen von ihrer Talentagentur

Chappell Roan trennt sich nach Epstein-Enthüllungen von ihrer Talentagentur

Die US-Popsängerin Chappell Roan hat ihre Zusammenarbeit mit der mächtigen Talentagentur Wasserman beendet. Hintergrund sind neu veröffentlichte Dokumente aus den Epstein-Files, in denen auch der Name von Agenturchef Casey Wasserman auftaucht.

Chapell Roan hat sich von der Talentagentur Wasserman getrennt, die sie bisher vertreten hat. Die als queere Pop-Ikone bekannte Musikerin bestätigte diesen Schritt mit einem Statement auf Instagram. Darin erklärte Roan, sie habe sich bewusst von der Agentur getrennt, da sie klare moralische Anforderungen an ihr berufliches Umfeld stelle. „Ich halte meine Teams an die höchsten Standards“, schrieb die Sängerin. Sie habe zudem die Verantwortung, Menschen in ihrem Umfeld zu schützen.

Klare Worte der Künstlerin

Die Entscheidung folgt kurz nach der Veröffentlichung neuer Epstein-Akten durch das US-Justizministerium im Jänner 2026. In diesen Dokumenten finden sich E-Mails aus dem Jahr 2003, die zwischen dem Gründer der Agentur, Casey Wasserman, und Ghislaine Maxwell ausgetauscht wurden. Maxwell gilt als enge Vertraute des später verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.

In den veröffentlichten E-Mails schreibt Wasserman unter anderem an Maxwell, er wolle eine „Massage“ arrangieren. „Wo bist du? Ich vermisse dich“, heißt es in einer anderen Nachricht. An einer weiteren Stelle scherzt Maxwell über das neblige Wetter in Südkalifornien: „Neblig genug, um nackt den Strand entlangzulaufen, ohne dass einen jemand sieht?“ Wasserman antwortet darauf mit den Worten: „Oder so ähnlich …“

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Roan erwähnte die Epstein-Files in ihrem Posting nicht ausdrücklich. Der zeitliche Zusammenhang ist jedoch auffällig. In ihrem Statement betonte Roan: „Kein Künstler, kein Agent und kein Mitarbeiter sollte jemals erwarten müssen, Handlungen zu verteidigen oder zu übersehen, die so sehr mit den eigenen moralischen Werten kollidieren.“ Sie fügte hinzu, sie werde „nicht tatenlos zusehen“.

Die nun veröffentlichten Unterlagen sind Teil des umfangreichen Aktenbestands der Ermittlungen gegen Jeffrey Epstein. Dieser wurde beschuldigt, über Jahre hinweg Frauen und Minderjährige sexuell ausgebeutet zu haben. Die Akten umfassen mehrere Millionen Seiten, darunter Vernehmungsprotokolle, E-Mails, interne Dokumente sowie Fotos von Epsteins Anwesen. Seine Vertraute Ghislaine Maxwell wurde 2021 wegen sexuellen Menschenhandels mit Minderjährigen schuldig gesprochen und zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Keine strafrechtlichen Vorwürfe

Wichtig ist: Casey Wasserman wird von Epsteins Opfern keiner Straftat beschuldigt. Die bloße Nennung seines Namens in den Akten impliziert kein kriminelles Verhalten. Wasserman ist Gründer und CEO der Agentur Wasserman und zugleich Vorsitzender des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.

In einem Statement gegenüber der „Daily Mail“ äußerte sich Wasserman zu den Vorwürfen. Er erklärte, er bedaure den damaligen Austausch mit Maxwell zutiefst. Die E-Mails seien vor mehr als 20 Jahren geschrieben worden, lange bevor ihre Verbrechen bekannt gewesen seien.

Reaktion von Wasserman

„Ich hatte niemals eine persönliche oder geschäftliche Beziehung zu Jeffrey Epstein“, erklärte Wasserman. Er verwies darauf, dass er 2002 im Rahmen einer Delegation der Clinton Foundation an einer humanitären Reise teilgenommen habe, bei der auch Epsteins Flugzeug genutzt worden sei. „Es tut mir sehr leid, dass ich in irgendeiner Form mit diesen Personen in Verbindung gebracht werde“, so Wasserman.

Chappell Roan betonte in ihrem Statement zugleich ihre Wertschätzung für Agentinnen und Agenten, die „unermüdlich“ für Künstlerinnen und Künstler arbeiten. „Künstler verdienen eine Vertretung, die mit ihren Werten übereinstimmt und ihre Sicherheit und Würde unterstützt“, schrieb sie. Ihre Entscheidung sei Ausdruck des Glaubens, dass Veränderung in der Branche Verantwortung und glaubwürdige Führung erfordere.

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