Mit der Ausstellung „United by Queerness – Die Song Contest Ausstellung“ rückt das Qwien den ESC ins Zentrum einer kulturhistorischen Auseinandersetzung. Das Museum beleuchtet den Wettbewerb nicht nur als Musikereignis, sondern auch als gesellschaftliches und queeres Schlüsselphänomen der europäischen Nachkriegsgeschichte. Die Ausstellung wurde heute von Qwien-Leiter Hannes Sulzenbacher sowie den ESC-Experten Marco Schreuder und Alkis Vlassakakis als Kuratoren präsentiert.
ESC Ausstellung ordnet Popkultur historisch ein
„Qwien versteht sich als Ort, an dem queere Geschichte dokumentiert und vermittelt wird. Mit ‚United by Queerness‘ greifen wir ein internationales Pop-Phänomen auf und ordnen es historisch ein“, erklärt Sulzenbacher. Der Eurovision Song Contest sei seit Jahrzehnten ein Treffpunkt für unterschiedliche Generationen. „Er funktioniert gleichzeitig als Familienshow und als queerer Ausnahmeevent – diese Entwicklung macht unsere Ausstellung sichtbar.“
Die Ausstellung zeigt, wie eng Popkultur, Mediengeschichte und gesellschaftliche Veränderungen miteinander verflochten sind. Der Wettbewerb hat Debatten über Identität, Sichtbarkeit und Zugehörigkeit auf eine internationale Bühne gebracht. Für viele queere Menschen ist der ESC ein prägender Moment kollektiver Erinnerung.
Originalobjekte und Raritäten in der ESC Ausstellung
Die Kuratoren Marco Schreuder und Alkis Vlassakakis, die auch den ESC-Podcast „Merci Cherie” verantworten, präsentieren den Eurovision Song Contest als Teil europäischer Zeitgeschichte. „Von den Spannungen des Kalten Kriegs über politische Statements auf der Bühne bis hin zu aktuellen Debatten rund um den ESC 2026 zeigt die Ausstellung, wie eng Popkultur und gesellschaftliche Entwicklungen miteinander verflochten sind“, betonen die beiden.
Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählt die originale Siegermedaille aus dem Jahr 1961, die erstmals öffentlich gezeigt wird. Dazu kommen legendäre Bühnenkostüme aus mehreren Jahrzehnten, das bekannte „Equality“-T-Shirt von Philipp Hansa sowie zahlreiche Fotografien und audiovisuelle Stationen. Multimediale Installationen ermöglichen einen vertieften Blick auf prägende Momente der ESC-Geschichte.
ESC Ausstellung verbindet Community und Zeitgeschichte
Laut dem Kuratorenteam ist der ESC mehr als nur Unterhaltung, nämlich ein Resonanzraum gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Ausstellung verbindet persönliche Erinnerungen aus der Community mit politischen und kulturellen Umbrüchen. Sie zeigt, wie sich die Ästhetik, die Inszenierung und die mediale Wahrnehmung des Wettbewerbs seit den 1950er-Jahren verändert haben.
Die Ausstellung „United by Queerness“ ist vom 19. Februar bis zum 24. Mai 2026 im Qwien, Ramperstorffergasse 39, 1050 Wien, zu sehen. Geöffnet ist sie donnerstags von 13 bis 20 Uhr sowie freitags bis sonntags von 13 bis 18 Uhr. Während des ESC vom 4. bis 17. Mai ist die Ausstellung täglich von 13 bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags bis 20 Uhr.

