Mitte Dezember 2025 kündigte der Schweizer ESC-Gewinner Nemo an, die Siegertrophäe für den Eurovision Song Contest 2024 aus Protest an die Europäische Rundfunkunion (EBU) in Genf zurückzuschicken. Die EBU-Generalversammlung hatte zuvor entschieden, Israel nicht vom Wettbewerb auszuschließen. Nemo machte deutlich, dass er diese Entscheidung nicht mit seiner eigenen Haltung vereinbaren könne.
Gerücht um zersplittertes Glasmikrofon
In ESC-Kreisen sorgt nun ein nicht bestätigtes Detail dieser Aktion für Aufsehen. Quellen zufolge sei das Glasmikrofon in stark beschädigtem Zustand bei der EBU eingetroffen. Demzufolge habe Nemo die Trophäe lediglich in Toilettenpapier eingewickelt zurückgesendet. Das Glas soll zersplittert gewesen sein. Eine offizielle Bestätigung für diese Darstellung gibt es bislang nicht.
Das Glasmikrofon gilt seit Jahren als empfindlich. Immer wieder ist es bei früheren Siegeracts zerbrochen. Auch am Finalabend des Eurovision Song Contest 2024 in Malmö ging die Trophäe in Nemos Händen zu Bruch. Kurz nach der Übergabe splitterte das Glas. Nemos Hand musste medizinisch versorgt werden.
Schon beim Sieg zerbrach das Mikrofon
Die Organisatoren reagierten damals sehr schnell. Noch am selben Abend stellten sie eine Ersatztrophäe bereit. Das beschädigte Original ließ die EBU reparieren und schickte es später erneut an Nemo. Welche Version Nemo nach Genf zurückschickte, ist nicht bekannt.
Die Schweizer Tageszeitung Blick stellte der EBU Fragen zu den kursierenden Gerüchten. Sie wollte wissen, wo sich die Trophäe aktuell befindet und wie es um ihren Zustand steht. Auch ein Foto wollte die Redaktion erhalten. Die Antwort fiel knapp aus.
EBU weicht Fragen aus
„Wir bedauern, dass Nemo die Trophäe zurückgegeben hat, die Nemo 2024 verdient gewonnen hat“, teilte die EBU schriftlich mit. Weiter heißt es: „Wir respektieren die tief empfundenen Ansichten, die Nemo damals zum Ausdruck gebracht hat, und Nemo wird immer ein geschätzter Teil der Eurovision-Song-Contest-Familie bleiben.“ Zum angeblich zersplitterten Zustand äußerte sich die Organisation nicht. „Wir haben dem nichts weiter hinzuzufügen.“
Auch Nemo stand dem Schweizer Boulevardblatt für Fragen nicht zur Verfügung. Damit bleibt offen, ob das Glasmikrofon tatsächlich beschädigt in Genf ankam.
Mit dem Logo-Wechsel für den diesjährigen ESC in Wien könnte unterdessen auch die Trophäe angepasst werden. In ESC-Kreisen heißt es, man prüfe eine modifizierte Version des Glasmikrofons. Diese sollte auf jeden Fall stabiler sein als das bisherige Modell.

