HomeGesundheitGeschlechtskrankheitenErste Mpox-Fälle der Klade Ib in Österreich bestätigt

Erste Mpox-Fälle der Klade Ib in Österreich bestätigt

Erstmals sind in Österreich zwei Infektionen mit der Mpox-Klade Ib nachgewiesen worden. Das Gesundheitsministerium spricht von milden Verläufen und einer stabilen Lage.

Im Februar haben die österreichischen Gesundheitsbehörden erstmals zwei Fälle von Mpox der Klade Ib identifiziert. Die beiden betroffenen Personen befinden sich in medizinischer Betreuung. Laut dem Gesundheitsministerium ist die Situation „stabil“. Seit dem europaweiten Ausbruch im Jahr 2022 wurde in Österreich ausschließlich die Klade II festgestellt.

Neue Variante erreicht Österreich

In den vergangenen Monaten wurde in mehreren europäischen Ländern eine Zunahme von Infektionen mit der Klade Ib registriert. Fachleute beschreiben den Verlauf dieser Variante überwiegend als mild. Auch bei den beiden aktuellen Fällen in Österreich zeigen sich laut Ministerium keine schweren Komplikationen: „Wie auch in anderen europäischen Ländern treten einzelne Mpox-Fälle weiterhin auf. Die beiden aktuellen Fälle zeigen milde Verläufe“, hieß es aus dem Ministerium.

Seit 2022 ist Mpox in Österreich meldepflichtig. Insgesamt wurden seither 390 Fälle registriert. Nach einem deutlichen Rückgang der Infektionen in den Jahren nach dem großen Ausbruch wurden dieses Jahr bislang drei Fälle gemeldet. Zwei davon ordneten Labore nun der Klade Ib zu.

Impfung bleibt zentrale Präventionsmaßnahme

Das Gesundheitsministerium verweist erneut auf die bestehende Impfempfehlung. „Mpox ist eine meldepflichtige Erkrankung. Die Situation wird laufend beobachtet“, teilte das Ministerium mit. Zugleich betonten die Verantwortlichen: „Es gibt eine wirksame Impfung. Personen mit erhöhtem Risiko sind ausdrücklich aufgerufen, das Impfangebot zu nutzen.“ Die Impfung schützt vor schweren Krankheitsverläufen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in Deutschland. In Berlin hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) seit Mitte Dezember 2025 drei Fälle der Klade Ib bestätigt. Zwei Infektionen stehen vermutlich mit lokalen Übertragungen in Verbindung. Betroffen waren Männer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren.

Fälle in Berlin mit lokalen Ansteckungen

Laut Angaben der Berliner Behörden entwickelten zwei ungeimpfte Männer typische Symptome wie Fieber, Hautläsionen und geschwollene Lymphknoten. Ein Mann, der einmal geimpft war, zeigte mildere Beschwerden. 

Die Impfempfehlung richtet sich insbesondere an Männer sowie trans und nicht-binäre Personen, die Sex mit Männern haben und häufig den Partner wechseln, sowie an Sexarbeiter:innen. Die Behörden raten dazu, den eigenen Impfstatus zu prüfen und fehlende Impfungen nachzuholen. Auch international wurden weitere Fälle der Klade Ib mit möglichem Infektionsort Berlin gemeldet. Angaben zu möglichen Infektionsketten in Österreich liegen derzeit nicht vor.

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