Toby und Mikey Perryman-Payne betreiben gemeinsam den erfolgreichen Social-Media-Account „Toby’s Home“, auf dem sie Einrichtungstipps und Renovierungsprojekte teilen. Ihnen folgen auf Instagram mehr als 616.000 Menschen. Anfang Februar veröffentlichten sie jedoch kein Wohnprojekt, sondern ein persönliches Video. Darin berichten sie von einer Nacht in Los Angeles, die ihr Leben nachhaltig veränderte.
Nächtlicher Barbesuch endet mit Blackout
Im September 2024 hielten sich die beiden in West Hollywood auf. „Wir waren essen und sind danach noch in eine Bar gegangen“, sagt Toby in dem Video vom 11. Februar. „Wir haben jeweils einen Drink bestellt – und dann sind wir komplett weggetreten.“ Danach setzten ihre Erinnerungen aus. Beide sprechen von einem plötzlichen Blackout.
Toby berichtet, er sei später in einer fremden Wohnung wieder zu sich gekommen. „Ich bin an einem völlig unbekannten Ort aufgewacht, mit einer Person, die ich nicht kannte. Ich war komplett nackt“, schildert er. Im Raum habe er zudem Waffen gesehen. Welche, verrät er nicht. In diesem Moment habe er große Angst verspürt, auch, weil Mikey nicht bei ihm gewesen sei.
Die schnelle Reaktion von Toby rettete das Paar
„Ich hatte panische Angst und wusste nicht, wo Mikey war“, sagt Toby. Trotz der Situation habe er versucht, ruhig zu bleiben. „Ich habe die Person im Raum davon überzeugt, mich mit ihr zusammen aus dem Zimmer zu lassen, um nach Mikey zu sehen.“ Schließlich habe er seinen Partner und eine weitere Person bewusstlos auf einem Sofa vorgefunden.
Mikey erinnert sich, dass er zu diesem Zeitpunkt langsam wieder zu sich kam. „Der andere Mann und ich kamen gerade wieder zu uns, waren aber noch völlig benommen“, sagt er. Toby habe in diesem Moment schnell reagiert. „Er hat uns im Grunde gerettet“, so Mikey. Gemeinsam konnten sie die Wohnung verlassen.
Schweigen aus Scham und Angst
Nach dem Vorfall entschieden sich die beiden zunächst gegen eine öffentliche Stellungnahme. „Ich habe mich ehrlich gesagt geschämt und schuldig gefühlt, als wäre es meine eigene Schuld gewesen“, schreibt einer von ihnen in der Bildunterschrift des Videos. Man habe Angst gehabt, wie andere reagieren würden.
Die Erlebnisse haben deutliche Spuren hinterlassen. Das Paar spricht von Angstzuständen und Depressionen. In den Monaten nach dem Vorfall mieden sie gesellschaftliche Anlässe. Sie tranken kaum noch Alkohol und verschoben geplante Reisen. „Wir haben vieles vermieden, weil wir uns unsicher gefühlt haben“, erklären sie.
Nun wollen sie über das Erlebte sprechen
Mit dem Video wollten sie eigenen Angaben zufolge „Scham abbauen“ und anderen Betroffenen Mut machen. „Darüber zu sprechen, heißt nicht, Wunden wieder aufzureißen, sondern Scham loszulassen“, schreiben sie. Zugleich betonen sie: „Nichts von dem, was passiert ist, war unsere Schuld.“
In den sozialen Netzwerken erhielten sie zahlreiche unterstützende Nachrichten. „Niemand sollte so etwas erleben müssen“, kommentierte ein Follower. Ein anderer schrieb: „Ich sende euch so viel Liebe.“ Viele dankten dem Paar für seine Offenheit.
Unklar bleibt bislang, in welcher Bar sich der Vorfall ereignete. Auch ob der mutmaßliche Übergriff bei den Behörden angezeigt wurde, geht aus den veröffentlichten Informationen nicht hervor. Toby und Mikey betonten jedoch, dass sie ihre „Kraft zurückgewinnen“ wollten und künftig wieder selbstbestimmt auftreten wollten. Kürzlich reisten sie gemeinsam in den Urlaub nach Barbados.

