[publishpress_authors_box layout="ppma_boxes_75184"]
HomeNewsChronikIslamistisch motivierte Drohung gegen CSD in Gelsenkirchen

Islamistisch motivierte Drohung gegen CSD in Gelsenkirchen

Im Mai 2025 wurde der CSD Gelsenkirchen vom Veranstalter aus Sicherheitsgründen abgesagt. Kurz zuvor dürfte es eine islamistische Drohung gegen die Veranstaltung gegeben haben.

Die Drohung gegen den Christopher Street Day (CSD) in Gelsenkirchen im Mai 2025 war offenbar islamistisch motiviert. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die Ermittlungen richten sich demnach gegen einen Jugendlichen, der in der Schweiz leben soll.

Ermittlungen nach Social-Media-Beitrag

Die Parade war für den 17. Mai 2025 geplant. Rund 600 Menschen wollten daran teilnehmen. Veranstalter war das queere Jugendzentrum „Together“. Unmittelbar vor Beginn sagte der Verein die Demonstration jedoch mit Verweis auf eine „abstrakte Bedrohungslage“ ab. Die Absage habe zwar gravierende Auswirkungen auf die Sichtbarkeit der Community, so die Organisator:innen, doch: „Die Sicherheit aller Teilnehmenden hat für uns oberste Priorität.“

„Eine Stunde vor Beginn der Demonstration erreichte uns ein Anruf von der Polizei, dass es eine unkonkrete Anschlagswarnung gäbe“, erinnerte sich ein Sprecher des Jugendzentrums. Die Warnung habe sich auf einen CSD in Nordrhein-Westfalen bezogen, jedoch ohne konkrete Ortsangabe.

- Werbung -

Landeskriminalamt wurde am Morgen aktiv

Nach Informationen des Spiegel wurde das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen am Vormittag der geplanten Veranstaltung auf einen Beitrag auf TikTok aufmerksam. Darin soll ein Mann einen Anschlag angekündigt haben. Die Behörden stuften die Drohung als ernst ein.

Aufgrund der Gefährdungslage reagierten die Sicherheitsbehörden auch in anderen Städten. So wandelten die Verantwortlichen eine angemeldete Demonstration zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) in Mönchengladbach in eine stationäre Kundgebung um, um das Risiko zu verringern.

Verdächtiger Jugendlicher im Fokus

Das Profilbild des Accounts zeigte eine schwarze Flagge sowie den „Tauhid-Finger“, einen erhobenen Zeigefinger. Dieses Symbol wird auch von islamistischen Gruppierungen verwendet. Sicherheitsbehörden werten solche Darstellungen im Zusammenhang mit Drohungen als relevant.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich offenbar um einen in der Schweiz lebenden Jugendlichen. Die zuständige Jugendanwaltschaft in Luzern bestätigte, dass gegen einen Jugendlichen ermittelt wird. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, dass derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden können, da das Verfahren noch läuft.

Aktuelle Empfehlungen