HomeNewsChronikViagra-Wirkstoff in Honigpaste: Vor diesem Produkt warnen die Behörden - alle Infos

Viagra-Wirkstoff in Honigpaste: Vor diesem Produkt warnen die Behörden – alle Infos

Das Landratsamt Tübingen warnt eindringlich vor „Lotus Mixed Herbal Paste with Honey“. In dem Produkt wurde ein nicht deklarierter Arzneistoff entdeckt.

Das Landratsamt Tübingen schlägt Alarm. Konkret geht es um eine belastete Honigpaste mit dem Namen „Lotus Mixed Herbal Paste with Honey“. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen das Produkt keinesfalls einnehmen.

Nicht deklarierter Wirkstoff entdeckt

Laut der Behörde enthält die Paste den verschreibungspflichtigen Wirkstoff Sildenafil. Dieser kommt unter anderem im Potenzmittel Viagra zum Einsatz und wird zur Behandlung von Erektionsstörungen verwendet. Auf dem Etikett der Honigpaste fehlt jedoch jeder Hinweis auf diesen Inhaltsstoff.

„Der Verbraucher geht nicht davon aus, ein Arzneimittel mit Wirkstoffgehalt zu konsumieren, sondern ein Lebensmittel“, so das Landratsamt. „Daraus ergibt sich ein nicht abschätzbares Gesundheitsrisiko für Verbraucherinnen und Verbraucher.“ Da Sildenafil verschreibungspflichtig ist, kann die unkontrollierte Einnahme gefährlich sein.

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Mögliche Nebenwirkungen sind erheblich

Sildenafil hat Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System. Menschen mit Vorerkrankungen könnten besonders gefährdet sein. In der offiziellen Warnmeldung listet die Behörde mehrere mögliche Nebenwirkungen auf. Dazu zählen Angina pectoris, Gesichtsrötungen, Sehstörungen und Magenbeschwerden.

Auch eine Dauererektion (medizinisch: Priapismus) wird als mögliches Risiko genannt. Ohne ärztliche Kontrolle lässt sich nicht einschätzen, wie der Körper auf den Wirkstoff reagiert. Die Behörde betont daher, dass bereits der bloße Verzehr gesundheitliche Folgen haben kann.

Verkauf gestoppt und Rückruf eingeleitet

Laut Landratsamt wurde das Produkt in Istanbul hergestellt. In Deutschland vertreibt ein Unternehmen aus Tübingen die Ware über Amazon . „Der Inverkehrbringer wurde zum Warenrückruf beim Verbraucher aufgefordert und ein Verkaufsstopp über Amazon wurde veranlasst“, teilte die Behörde mit.

Betroffen ist Ware mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum Juli 2030, die Kund:innen nicht konsumieren sollen. Stattdessen empfiehlt das Landratsamt, das Produkt sicher zu entsorgen. Wer nach der Einnahme Beschwerden verspürt, soll umgehend ärztlichen Rat einholen.

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