Die wochenlange Suche nach dem vermissten Berliner Erik S. ist beendet. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde der 31-Jährige am Montagvormittag tot aus dem Landwehrkanal geborgen.
Mitarbeiter des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie hatten den Leichnam östlich der Lohmühlenbrücke während Arbeiten im Wasser entdeckt. Kurz darauf rückten Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr an und bargen den Verstorbenen.
Nach Angaben der Polizei gibt es aktuell keine Hinweise auf eine Straftat oder Fremdverschulden. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost) hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Zur Klärung der genauen Todesursache wurde eine Obduktion angeregt.
Erik S. verschwand am Valentinstag
Erik S. wurde seit der Nacht zum 15. Februar als vermisst gesucht. Er hatte gegen 3.30 Uhr eine Bar in der Neuköllner Pannierstraße verlassen und war zunächst zu seiner Wohnung in der Onckenstraße in Alt-Treptow zurückgekehrt. Kurz darauf verließ er die Wohnung jedoch erneut. Persönliche Gegenstände wie sein Handy, Smartwatch und seine Geldbörse ließ er zurück.
Das plötzliche Verschwinden hatte in Berlin und darüber hinaus große Aufmerksamkeit erregt. Freund:innen und Unterstützer:innen organisierten Suchaktionen, verteilten Plakate und mobilisierten über soziale Netzwerke. Besonders in der queeren Community war die Anteilnahme groß.
Erik S. wurde in Armenien geboren und besaß neben der armenischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Laut Angaben seines Ehemannes soll eine Zeugin ihn am Abend des 15. Februars gegen 23 Uhr vor einem Hotel in Berlin-Friedrichshain gesehen haben.

