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Schwere Missbrauchsvorwürfe gegen schwulen Ex-Volleyballprofi

Ein 35-jähriger Volleyballspieler steht im Verdacht, Kinder sexuell missbraucht und über soziale Medien kontaktiert zu haben. Die Ermittlungen laufen, mehrere Opfer wurden bereits identifiziert.

Ein 35-jähriger Volleyballprofi steht in den Niederlanden im Zentrum schwerer Missbrauchsvorwürfe. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Mann über einen längeren Zeitraum hinweg Burschen über soziale Netzwerke kontaktiert und in mehreren Fällen sexuell belästigt oder missbraucht haben. Ausgelöst wurden die Ermittlungen unter anderem durch die Anzeige der Eltern eines neunjährigen Buben.

Hunderte Chatverläufe sichergestellt

Im Zuge der Untersuchungen stellten die Ermittler zahlreiche Chatverläufe sicher. Insgesamt ist von mehr als 500 Kontakten mit Minderjährigen im Alter von acht bis 17 Jahren die Rede. Die Behörden gehen davon aus, dass sich darunter mehrere Dutzend Fälle mit konkretem strafrechtlichem Bezug befinden könnten.

Bislang konnten drei Opfer identifiziert werden. Dazu zählt ein zehnjähriger Junge aus der Nähe von Groningen. An ihm soll der Beschuldigte sexuelle Handlungen vorgenommen haben. Darüber hinaus soll es zu sexuell konnotierten Chats mit weiteren Minderjährigen gekommen sein, darunter ein neunjähriger Bub aus Friesland.

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Ermittlungen laufen weiter

Die Staatsanwaltschaft betont, dass die Ermittlungen noch andauern und weitere mögliche Opfer bislang nicht identifiziert wurden. Ermittler werten derzeit sichergestellte Geräte aus, darunter mehrere Mobiltelefone des Verdächtigen. Dabei sollen auch mehrere Jahre alte Dateien mit Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder gefunden worden sein. .

Der Mann wurde im Dezember 2025 festgenommen und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Sein Verteidiger ließ mitteilen, dass der Beschuldigte kooperativ sei.

Internationale Karriere im Volleyball

Der 35-Jährige war viele Jahre lang als Volleyballprofi aktiv und spielte für zahlreiche Vereine im In- und Ausland. Zuletzt stand er bei einem Club in Apeldoorn unter Vertrag. Zuvor war er unter anderem in Deutschland, Frankreich, Griechenland und Belgien aktiv.

In der Volleyballszene ist er auch deshalb bekannt, weil er zu den ersten offen schwulen Profispielern in mehreren europäischen Ligen gehörte. Dies steht jedoch in keinem Zusammenhang mit den gegen ihn erhobenen Vorwürfen.

Der Gerichtstermin ist für den 21. Mai angesetzt. Bis dahin sollen weitere Ermittlungsergebnisse vorliegen und die Auswertung der sichergestellten Daten weiter fortgeschritten sein. Die Behörden schließen nicht aus, dass im Verlauf des Verfahrens noch weitere Fälle bekannt werden.

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