HomeNewsChronik84-Jähriger stirbt bei Grindr-Date in Maspalomas: 23-Jähriger in Haft

84-Jähriger stirbt bei Grindr-Date in Maspalomas: 23-Jähriger in Haft

Ein Grindr-Date endet für einen 84-jährigen Touristen tödlich. Ermittler gehen von einem Raubversuch aus und prüfen mögliche Verbindungen zu weiteren Fällen.

In Maspalomas auf Gran Canaria endete ein Grindr-Date für einen 84-jährigen Touristen in den frühen Morgenstunden des 15. März tödlich: Er wurde später mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden. Nun konnte die spanische Polizei auf Teneriffa einen 23-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Das zuständige Gericht ordnete Untersuchungshaft an.

Kontakt über Dating-App führte zum Treffen

Den bisherigen Ermittlungen zufolge nahm der Tatverdächtige über Grindr Kontakt zu dem späteren Opfer auf und stellte ein Sex-Date in Aussicht. Daraufhin trafen sich beide in der Ferienunterkunft des 84-Jährigen im Süden der Insel.

Doch der 23-Jährige hatte es offenbar nicht auf ein Date, sondern auf die Wertgegenstände des Seniors abgesehen. Nach bisherigen Erkenntnissen erkannte der Tourist die Absicht des Besuchers und versuchte, ihn aus der Unterkunft zu drängen.

Dabei kam es zu einem Gerangel. In dessen Verlauf stieß der Verdächtige den älteren Mann, der daraufhin stürzte und mit dem Kopf auf dem Boden aufschlug. Die Obduktion bestätigte, dass diese Verletzung die Todesursache war.

Polizei prüft mögliches Vorgehensmuster

Die spanische Nationalpolizei untersucht, ob der Beschuldigte ein ähnliches Vorgehen auch in anderen Fällen angewendet hat. Dabei steht vor allem die Nutzung von Dating-Apps im Fokus.

Die Ermittler prüfen, ob gezielt ältere oder schutzbedürftige Personen in Touristengebieten angesprochen wurden. Der 23-Jährige bleibt bis zum Abschluss des Verfahrens in Untersuchungshaft.

Rolle einer Frau weiterhin unklar

Im Zuge der Ermittlungen geriet auch eine Frau aus dem Umfeld des Tatverdächtigen in den Fokus der Behörden. Die Polizei prüft, ob sie aktiv an der Tat beteiligt war oder eine unterstützende Rolle spielte.

Die Frau wurde unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Diese schränken ihre Bewegungsfreiheit bis zum Abschluss des Verfahrens ein. Die Ermittlungen dauern an.

Mehr News