HomeSzeneWienMQ Kantine wird „Eurofan Cafe“ für Israel beim Song Contest

MQ Kantine wird „Eurofan Cafe“ für Israel beim Song Contest

In Wien-Neubau öffnet ein weiteres „Eurofan Cafe“ zum ESC. Die MQ Kantine übernimmt diese Rolle für Israel und setzt so bewusst auf Musik und Begegnung statt Politik.

Mit zeitlicher Verzögerung zu den anderen Teilnehmerländern des Eurovision Song Contests steht nun auch fest, welches „Eurofan Café“ Israel beherbergen wird. Die MQ Kantine im Museumsquartier fungiert während des Wettbewerbs als Treffpunkt für Fans des israelischen Beitrags. Zum Zeitpunkt der Vorstellung der Initiative war noch unklar, welches Lokal diese Rolle übernehmen würde.

Treffpunkt für Fans in Wien-Neubau

Die Betreiber der MQ-Kantine betonen die lange Tradition des Song Contests. Seit der ersten Ausgabe im Jahr 1956 stehe die Veranstaltung für „Frieden, Zusammenhalt und Völkerverständigung“. In einer Stellungnahme heißt es: „In diesem Sinne wird die MQ-Kantine vom 3. bis zum 16. Mai zum ‚Eurofan Café‘ für die Fans des israelischen Sängers und Songwriters Noam Bettan, der mit seinem Song ‚Michelle‘ teilnimmt.“

Das Lokal lädt eigenen Angaben zufolge zu „schönen Begegnungen, entspannten Tagen und lustigen Abenden“ ein. Weiter heißt es: „Alle sind herzlich eingeladen, und wir möchten betonen, dass es hier nicht um Politik geht, sondern sich in diesen Tagen alles um Musik, Kultur, gemeinsames Essen, Trinken, Singen und Tanzen dreht.“

Initiative der Wiener Kaffeesieder

Die „Eurofan Cafés“ sind Teil einer gemeinsamen Initiative der Wiener Kaffeesieder und des ORF. Insgesamt beteiligen sich 21 Kaffeehäuser an der Aktion. Sie fungieren als Partnerlokale und übernehmen Patenschaften für eines oder zwei der 35 Teilnehmerländer des diesjährigen Wettbewerbs.

Während des Song Contests dienen die Cafés als Anlaufstellen für Fans, Delegationen und Interessierte. Sie sollen Raum für Austausch und gemeinsames Erleben des internationalen Musikwettbewerbs bieten.

Debatte um Israels Teilnahme

Im Vorfeld des Song Contests kam es zu einer Debatte über die Teilnahme Israels. Hintergrund ist der israelische Militäreinsatz im Gazastreifen, der nach dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 folgte.

Mehrere Länder reagierten auf die Zulassung Israels zum Wettbewerb. Spanien, Irland, Slowenien, Island und die Niederlande kündigten daraufhin ihren Rückzug an und nehmen daher dieses Jahr nicht am Wettbewerb in der Wiener Stadthalle teil.

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