Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien nimmt immer konkretere Formen an, denn es werden immer mehr Details bekannt. So wird Show-Legende Vicky Leandros das erste Halbfinale eröffnen. Die Sängerin wird ihren Klassiker „L’amour est bleu“ in einem völlig neuen Arrangement präsentieren. Damit kehrt sie fast sechs Jahrzehnte nach ihrem ersten Auftritt an den Ort zurück, an dem ihre internationale Karriere begann.
Ikone eröffnet die große ESC-Bühne
1967 stand die damals 15-jährige Leandros erstmals beim Eurovision Song Contest auf der Bühne – ebenfalls in Wien. Ihr Lied „L’amour est bleu“ wurde später ein Welthit, stürmte die US-Billboard-Charts und zählt bis heute zu den bekanntesten Songs der ESC-Geschichte. „Es ist etwas ganz Besonderes, wieder hier zu stehen“, ließ Leandros im Vorfeld verlauten.
1972 folgte ihr Triumph: Mit „Après toi” gewann sie für Luxemburg den Wettbewerb und legte den Grundstein für eine Weltkarriere. Mit mehr als 55 Millionen verkauften Tonträgern, Hunderten Alben in mehreren Sprachen und internationalen Tourneen zählt sie zu den erfolgreichsten Künstlerinnen des ESC-Universums.
Spektakel aus Österreich sorgt für Atemstillstand
Neben der musikalischen Eröffnung setzt der ORF im ersten Halbfinale auch auf visuelle Highlights. Die Vorarlberger Tanzgruppe Zurcaroh wird als Interval Act auftreten und mit spektakulärer Akrobatik für Staunen sorgen.
Seit Jahren steht Zurcaroh für beeindruckende Performances, die Tanz und Hochleistungssport verbinden. Die Gruppe kombiniert präzise Choreografien mit waghalsigen Sprüngen und kunstvollen Formationen. „Wir wollen das Publikum in eine andere Welt entführen“, kündigte ein Sprecher der Gruppe an.
Ihre Auftritte führten sie bereits rund um den Globus. Jetzt stehen sie vor einem Millionenpublikum beim ESC. Ihre Darbietung verspricht Nervenkitzel und dürfte zu den visuellen Höhepunkten des Abends zählen.
Finale wird zur großen ESC-Reunion
Doch der eigentliche Paukenschlag folgt im großen Finale am 16. Mai. Unter dem Titel „Celebration! – The Ultimate Eurovision All-Stars Reunion“ versammelt der ORF eine beeindruckende Riege von ESC-Stars auf einer Bühne.
Mit dabei sind unter anderem Alexander Rybak („Fairytale“, Sieger 2009), Lordi (Sieger 2006), Ruslana (Siegerin 2004) und Verka Serduchka, die mit „Dancing Lasha Tumbai“ Kultstatus erreichte. Auch Kristian Kostov, Miriana Conte und Erika Vikman sind mit von der Partie.
Besonders überraschend ist die Rückkehr von Max Mutzke für Deutschland auf die ESC-Bühne. 2004 erreichte er mit „Can’t Wait Until Tonight” einen starken achten Platz. Sein Comeback dürfte bei vielen Fans nostalgische Gefühle wecken. „Der ESC hat mein Leben geprägt“, sagte Mutzke im Vorfeld.
Auffällig ist auch die starke Präsenz ukrainischer Acts. Ruslana und Verka Serduchka zählen seit Jahren zu den schillerndsten Persönlichkeiten des Wettbewerbs. Ihr Auftritt dürfte nicht nur musikalisch, sondern auch emotional für Aufmerksamkeit sorgen.
Weitere Stars und neue Musik für Wien
Neben den ESC-Legenden setzt der ORF auch auf aktuelle Acts. Electro-Swing-Star Parov Stelar wird auftreten, ebenso wie JJ, der Österreich im Vorjahr den Sieg brachte. Er wird einen neuen Song präsentieren.
Mit dem Interval Act „Celebration“ erwartet das Publikum eine musikalische Reise durch 70 Jahre Eurovision Song Contest. Große Hits, bekannte Gesichter und jede Menge Bühnenenergie sollen die Wiener Stadthalle zum Beben bringen.
Schon jetzt deutet alles darauf hin, dass der ESC 2026 nicht nur ein Wettbewerb, sondern vor allem ein großes Show-Spektakel wird – mit viel Nostalgie, internationalen Stars und Momenten, die im Gedächtnis bleiben.

