HomeNewsChronikTransfeindlicher Angriff in Hamburger S-Bahn: Polizei sucht Zeugen

Transfeindlicher Angriff in Hamburger S-Bahn: Polizei sucht Zeugen

In einer Hamburger S-Bahn sind am frühen Samstagmorgen zwei Menschen queerfeindlich beleidigt und angegriffen worden. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts auf Hasskriminalität und bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Hamburger Polizei meldet einen mutmaßlich queerfeindlichen Angriff im öffentlichen Nahverkehr. Demnach wurden am Samstag gegen 5:38 Uhr zwei Personen in einer S-Bahn der Linie 3 in Richtung Pinneberg attackiert. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Haltestelle Jungfernstieg.

Opfer wurden beleidigt und geschlagen

Bei den Betroffenen handelt es sich laut Polizei um eine 30-jährige trans Frau sowie einen 29-jährigen Mann. Beide klagten nach dem Vorfall über Schmerzen. Eine medizinische Behandlung vor Ort war jedoch nicht erforderlich.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein bislang unbekannter Mann die beiden zunächst queerfeindlich beleidigt und obszöne Gesten gemacht haben. Anschließend habe er den Opfern unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Die beiden geschädigten Personen verließen daraufhin die S-Bahn an der Station Jungfernstieg und alarmierten die Polizei. Der mutmaßliche Täter blieb laut Polizei im Zug und flüchtete anschließend unerkannt.

Polizei veröffentlicht Beschreibung des Verdächtigen

Die Hamburger Polizei veröffentlichte inzwischen eine Beschreibung des Verdächtigen. Demnach ist der Mann etwa 1,75 Meter groß, Mitte bis Ende 30 und hat kurze mittelblonde bis dunkle Haare sowie einen Vollbart. Er hat kurze mittelblonde bis dunkle Haare sowie einen Vollbart und ist muskulös.

Zum Tatzeitpunkt soll der Mann eine beige beziehungsweise graue Hose und ein grünes Oberteil getragen haben. Außerdem soll er weiße AirPods verwendet haben. Laut Polizei sprach der Verdächtige Deutsch mit russischem Akzent.

Die weiteren Ermittlungen führt das für Hasskriminalität zuständige Landeskriminalamt 73 in Hamburg. In Fällen mit möglichem queerfeindlichem Hintergrund übernimmt üblicherweise der Staatsschutz die Ermittlungen.

Hasskriminalität in Hamburg deutlich gestiegen

Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf den Täter geben können, sich unter der Hamburger Telefonnummer (040) 4286-56789 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.

Bereits im März hatte die Hamburger Senatsverwaltung erklärt, dass die Zahl der registrierten Hasskriminalität in der Hansestadt deutlich gestiegen ist. Innerhalb eines Jahres habe die Zahl entsprechender Delikte um 33 Prozent zugenommen.

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