In der Nacht zum Samstag sind in Berlin-Neukölln drei Menschen Ziel eines queerfeindlichen Angriffs geworden. Wie die Polizei mitteilte, hielten sich die beiden 23 und 29 Jahre alten Erwachsenen gemeinsam mit einer 14-jährigen Person gegen 23:30 Uhr auf der Karl-Marx-Straße auf, als sie von zwei bislang unbekannten Personen angesprochen wurden. Die Angreifer beleidigten die Gruppe.
Angriff mit Reizstoff nach Beleidigungen
Kurz darauf eskalierte die Situation. Die beiden Unbekannten sprühten den drei Betroffenen Reizstoff ins Gesicht und flohen anschließend in Richtung Anzengruberstraße. Weitere Details zum Tathergang oder zu den Tätern nannte die Polizei zunächst nicht.
Die drei Angegriffenen verzichteten eigenen Angaben zufolge auf eine medizinische Behandlung vor Ort. Angaben zu möglichen Verletzungen oder späteren gesundheitlichen Folgen liegen derzeit nicht vor.
Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen, wie bei Fällen mutmaßlicher Hasskriminalität üblich. Hinweise auf die Identität der Tatverdächtigen gibt es bislang nicht.
Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen
Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben.
Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

