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Femboys statt Twinks: Diese Gay-Trends haben Pornhub 2025 geprägt

Der Jahresrückblick 2025 der Erotik-Plattform Pornhub zeigt einen bemerkenswerten Wandel bei queeren Inhalten. Vor allem auf Pornhub Gay verschieben sich die Vorlieben der Nutzer deutlich: Femboys lösen Twinks an der Spitze ab, Trans-Inhalte erreichen Rekordwerte und klassische Kategorien verlieren an Bedeutung.

Der Jahresrückblick der Erotik-Plattform Pornhub gilt seit Jahren als Stimmungsbarometer für sexuelle Vorlieben im Internet. Auch wenn Pornografie nicht die gesamte Realität abbildet, lassen sich daraus oft interessante Entwicklungen ablesen. Die Zahlen für das Jahr 2025 zeigen vor allem eines: Queere Inhalte sind längst kein Nischenphänomen mehr. Besonders im schwulen Bereich verändern sich die Trends spürbar.

Was sind die größten Trends bei Pornhub Gay?

Die größte Überraschung im Gay-Bereich heißt „Femboy“. Der Suchbegriff war 2025 die meistgesuchte Anfrage auf Pornhub Gay und verdrängte damit den langjährigen Spitzenreiter „Twink“ zum ersten Mal von Platz eins. Bereits in den vergangenen Jahren hatte der Begriff kontinuierlich an Popularität gewonnen. Nun steht er erstmals ganz oben.

Auch bei den Kategorien gab es Veränderungen. Die Kategorie „Big Dick“ rückte auf Platz zwei der meistgesehenen Inhalte vor und überholte damit andere langjährige Favoriten. Gleichzeitig verloren klassische Fantasien an Zugkraft. Besonders deutlich zeigt sich das beim Suchbegriff „Straight“, der im Ranking mehrere Plätze verlor.

Interessant ist auch, welche Darsteller besonders gefragt waren. Tyler Wu führte die Liste der meistgesehenen Gay-Performer an und verwies Malik Delgaty auf Platz zwei. Auf den weiteren Plätzen folgten Sandro Jenner, Rhyheim Shabazz und Jkab Ethan Dale. Auffällig ist, dass asiatische und asiatischstämmige Darsteller im Vergleich zu früheren Jahren deutlich stärker vertreten sind.

Warum verlieren Twinks ihre Vormachtstellung?

Die geringere Verwendung des Begriffs „Twink“ bedeutet nicht, dass schlanke junge Männer plötzlich unbeliebt geworden sind. Vielmehr scheint sich das Interesse innerhalb dieser Kategorie zu verändern. Während der klassische Twink lange als Idealbild galt, gewinnen heute zunehmend androgyne, verspielte und bewusst feminine Darstellungen, also das, was man unter „Femboy“ versteht, an Aufmerksamkeit.

Sandro Jenner
Sandro Jenner/Instagram

Hinzu kommt der Einfluss sozialer Medien. Plattformen wie TikTok, Instagram oder Twitch haben neue Schönheitsideale und Ästhetiken populär gemacht. Gerade jüngere Nutzer wachsen mit deutlich flexibleren Vorstellungen von Geschlecht und Selbstdarstellung auf als frühere Generationen. Was früher ein Nischenphänomen war, ist heute Teil der digitalen Popkultur.

Was sind Femboys?

Der Begriff „Femboy“ beschreibt Personen, die als männlich gelesen werden und sich bewusst feminin präsentieren. Dazu gehören beispielsweise Make-up, feminine Kleidung, lackierte Fingernägel, ein androgyner Stil oder ein spielerischer Umgang mit Geschlechterrollen. Ihre Geschlechtsidentität kann dabei sehr unterschiedlich sein. Viele Femboys verstehen sich als Männer, andere wiederum als queer oder non-binär.

Bemerkenswert ist, dass der Begriff 2025 nicht nur auf Pornhub Gay boomte. Weltweit schaffte es „Femboy” erstmals unter die zehn meistgesuchten Suchbegriffe auf Pornhub überhaupt. Auch Suchanfragen wie „cute femboy”, „sexy femboy” oder „femboy hentai” legten deutlich zu.

Das erfolgreiche Gay-Couple-Profil Hunnypaint führt diesen Trend auf eine interessante Beobachtung zurück: „Viele Fans schreiben uns, dass sie hetero sind und trotzdem unsere Videos schauen.“ Die Anziehung sei oft stärker an Femininität geknüpft als an eine konkrete sexuelle Orientierung.

Warum werden Trans-Pornos immer beliebter?

Zu den großen Gewinnern des Jahres gehörten nicht nur Femboys. Auch Trans-Inhalte erreichten neue Höchstwerte. So wurde die Kategorie „Transgender“ 2025 zur zweitmeistgesehenen Kategorie auf Pornhub weltweit. Suchanfragen nach „trans threesome” stiegen um 67 Prozent und nach „trans amateur” um 49 Prozent.

Auch allgemeinere Begriffe aus dem LGBTIQ+-Bereich legten stark zu. So stiegen die Suchanfragen nach „queer“ um 132 Prozent und nach „bisexual“ um 88 Prozent. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass Nutzer:innen zunehmend nach vielfältigeren Darstellungen von Sexualität suchen.

Pornhub-Botschafterin Natassia Dreams spricht deshalb von einem kulturellen Wandel. „Menschen suchen zunehmend nach authentischen Geschichten und nach Performer:innen, die alte Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität aufbrechen“, erklärt sie im Bericht.

Was verraten die Pornhub-Trends über queere Sexualität?

Jkab Ethan Dale
Jkab Ethan Dale/Instagram

Die Zahlen zeigen vor allem, wie stark sexuelle Vorlieben und Fantasien sich verändern können. Während klassische Kategorien nach wie vor beliebt sind, gewinnen Themen rund um Gender, Vielfalt und Identität zunehmend an Bedeutung.

Besonders der Aufstieg der Femboys verdeutlicht diesen Wandel. Noch vor wenigen Jahren war dieser Begriff vor allem in queeren Online-Communities bekannt. Heute gehört er zu den meistgesuchten Begriffen auf einer der größten Erotik-Plattformen weltweit.

Auch im deutschsprachigen Raum sind diese Entwicklungen sichtbar. In Deutschland schaffte es „Femboy” erstmals unter die populärsten Suchbegriffe des Jahres. Gleichzeitig gehörte die Kategorie „Transgender“ zu den meistgesehenen Bereichen auf Pornhub. Die Daten zeigen somit, dass queere Inhalte nicht nur sichtbarer werden, sondern bereits im digitalen Mainstream angekommen sind.

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