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Bayern: Mutter und Bruder greifen schwules Paar nachts im Hotel an

In einem Hotel in Unterhaching soll es in der Nacht auf Montag zu einem queerfeindlich motivierten Angriff auf ein schwules Paar gekommen sein. Ein 21-Jähriger erlitt dabei mehrere Schnittverletzungen und musste ins Krankenhaus.

In der Nacht auf Montag sind in einem Hotel im oberbayerischen Unterhaching zwei junge Männer angegriffen worden. Laut Polizei übernachteten ein 21-jähriger und ein 23-jähriger Bulgare gemeinsam in einem Hotelzimmer. Gegen 4.45 Uhr drangen zwei Angehörige des 23-Jährigen in das Zimmer ein.

Mutter und Zwillingsbruder als Tatverdächtige

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um die 51-jährige Mutter und den 23-jährigen Zwillingsbruder des Opfers. Den Ermittlungen zufolge verschafften sie sich mit einem Zugangscode Zutritt zu dem Zimmer.

Die Mutter soll daraufhin mehrfach mit einer Schere in Richtung des 21-jährigen Freunds ihres Sohnes gestochen haben. Dessen Zwillingsbruder soll währenddessen mit Fäusten und einer Bratpfanne auf den Mann eingeschlagen haben. Der 21-Jährige erlitt dabei unter anderem mehrere Schnittverletzungen. Ein Rettungsdienst brachte ihn nach der Attacke zur Behandlung in ein Krankenhaus.

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Der 23-jährige Partner des Angegriffenen versuchte währenddessen, die Attacke seiner Familie zu stoppen, und ging dazwischen. Dabei wurde auch er leicht verletzt, musste jedoch nicht weiter medizinisch versorgt werden.

Hotelmitarbeiter alarmiert Polizei

Hotelmitarbeiter wurden durch Hilferufe auf die Tat aufmerksam. Sie alarmierten umgehend die Polizei. Noch bevor die Einsatzkräfte eintrafen, hatten die Familienmitglieder das Hotel jedoch bereits verlassen.

Im Zuge der Fahndung konnten Polizeibeamt:innen die beiden Verdächtigen später an ihrem Wohnsitz in München festnehmen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie wieder entlassen.

Ermittler gehen von schwulenfeindlichem Motiv aus

Die Polizei stuft den Vorfall als queerfeindlich motivierten Angriff ein. Sie geht derzeit davon aus, dass die sexuelle Orientierung des Paares bei der Tat eine Rolle gespielt hat.

Gegen die 51-jährige Frau und den 23-jährigen Mann wird unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die weiteren Untersuchungen führt das zuständige Kommissariat.

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