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HomeNewsChronikMit Buddha-Statue erschlagen: Ermittler verfolgen Spur zu Grindr und Romeo

Mit Buddha-Statue erschlagen: Ermittler verfolgen Spur zu Grindr und Romeo

In Mailand wurde der international tätige Dolmetscher Roberto Pietro Guerrino tot in seiner Wohnung gefunden. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der 61-Jährige kurz vor seinem Tod über eine Dating-App jemanden getroffen hatte.

In Mailand wurde der bekannte Konferenzdolmetscher Roberto Pietro Guerrino tot in seiner Wohnung im Stadtteil NoLo aufgefunden. Der 61-Jährige lag halb bekleidet im Wohnzimmer seiner Wohnung. Er wies mehrere schwere Kopfverletzungen auf. Ersten Erkenntnissen zufolge dürfte er kurz vor seinem Tod eine Person empfangen haben, die er über eine Dating-Plattform kennengelernt hatte.

Ermittler rekonstruieren die letzten Stunden

Die Carabinieri und die Staatsanwaltschaft Mailand arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die letzten Stunden des Opfers nachzuvollziehen. Dabei stehen Kontakte über die Dating-Apps Romeo und Grindr im Mittelpunkt. Laut den Ermittlern wird geprüft, ob sich in der Tatnacht ein Treffen in der Wohnung des Dolmetschers ereignet hat.

Noch ist unklar, wann genau Guerrino getötet wurde. Eine Zeugenaussage will ihn am Freitagabend gegen 21:30 Uhr gesehen haben.

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Persönliche Gegenstände fehlen

Die Ermittler stellten fest, dass mehrere persönliche Gegenstände aus der Wohnung verschwunden sind. Nach bisherigen Erkenntnissen fehlen das Handy, der Computer und die Geldbörse des Opfers. Sie gehen jedoch nicht von einem gewöhnlichen Raubüberfall aus.

Vielmehr halten es die Ermittler für möglich, dass ein Streit zwischen Guerrino und seinem Date eskaliert ist. Dabei wird auch untersucht, ob die Forderung nach Geld bei dem Treffen eine Rolle gespielt haben könnte.

Guerrino war bereits 2023 Opfer eines Übergriffs geworden, nachdem er über eine Dating-App einen Mann kennengelernt hatte. Er wurde mehrfach bedroht und beraubt. Die Polizei konnte damals einen Verdächtigen identifizieren und anzeigen. Die Ermittler prüfen nun, ob es Parallelen zwischen den früheren Vorfällen und der aktuellen Tat gibt.

Buddha-Statuetten als mögliche Tatwaffe untersucht

Besonderes Interesse galt mehreren Buddha-Figuren, die sich in der Wohnung befanden. Guerrino hatte sich vor einigen Jahren dem Buddhismus zugewandt und zahlreiche Statuetten in seinem Zuhause aufgestellt.

Auf einigen dieser Gegenstände wurden Blutspuren entdeckt. Sie werden nun kriminaltechnisch untersucht. Experten sollen klären, ob eine der Figuren als Tatwaffe eingesetzt wurde und ob sich verwertbare Fingerabdrücke oder weitere Spuren darauf sichern lassen.

Eine Autopsie soll nähere Erkenntnisse zum Todeszeitpunkt und zur genauen Todesursache liefern. Bislang gibt es in dem Fall noch keinen Tatverdächtigen.

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