Am Montagabend ist eine 21-jährige Frau im Hamburger Stadtteil Sternschanze Opfer eines mutmaßlich queerfeindlich motivierten Angriffs geworden. Nach Angaben der Kriminalpolizei war sie auf der Straße Schulterblatt unterwegs, als sie in Höhe der Susannenstraße von einem vorbeifahrenden E-Scooter touchiert wurde. Als sie den Fahrer auf sein Verhalten ansprach, eskalierte die Situation.
Täter schlug unvermittelt zu
Den bisherigen Ermittlungen zufolge hielt der unbekannte E-Scooter-Fahrer plötzlich an und schlug der 21-Jährigen unvermittelt mit großer Wucht ins Gesicht. Die Frau stürzte daraufhin zu Boden. Anschließend soll der Angreifer sie queerfeindlich beleidigt haben, bevor er mit seinem E-Scooter in Richtung Max-Brauer-Allee beziehungsweise Altonaer Straße flüchtete. Eine Rettungswagenbesatzung versorgte die leicht verletzte Frau noch am Einsatzort.
Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb ohne Erfolg. Der Tatverdächtige konnte bislang nicht identifiziert werden. Laut Beschreibung der Polizei ist der Mann etwa 25 bis 30 Jahre alt, rund 190 Zentimeter groß, hat eine „südländische“ Erscheinung, schwarze, zur rechten Seite gekämmte Haare sowie einen Vollbart. Zur Tatzeit trug er ein hellblaues Langarmshirt. Die weiteren Ermittlungen hat der für Hasskriminalität zuständige Staatsschutz (LKA 73) übernommen.
Polizei bittet um Zeugenhinweise
Die Polizei Hamburg sucht nun Zeug:innen, die den Vorfall beobachtet haben oder Angaben zum flüchtigen Täter machen können. Hinweise nehmen das Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Rufnummer 040/4286-56789 sowie alle Polizeidienststellen entgegen.

