Der frischgebackene Mister Schweiz André Reithbuch darf nicht an der Schlußparade der EuroPride in Zürich teilnehmen – obwohl er es zuvor seinen schwulen Fans versprochen hat.
Zwei Tage nach seiner Wahl hat Reithbuch im Online-Chat der Schweizer Tageszeitung „Blick“ versprochen: „Wenn ich an die Europride eingeladen werde, würde ich bestimmt hingehen“. Doch die Veranstalter der Lesben- und Schwulenparade haben jetzt von der Mister-Schweiz-Organisation eine Absage bekommen. Urs Brülisauer von der Mister Schweiz Organisation betont gegenüber „Blick“: „Das ist aber kein Entscheid, der sich gegen Schwule richten soll“ – er möchte damit nur Gerüchten vorbeugen, dass der knackige Mister Schweiz schwul sein könnte. Diese gab es bereits, als sich der vorjährige Mister Schweiz Stephan Weiler für Lesben- und Schwulenrechte eingesetzt hat. „Ich möchte André nicht etwas Ähnlichem aussetzen“, so Brülisauer.
Für Michael Rüegg, EuroPride-Pressesprecher, ist diese Befürchtung unbegründet. „Es ist wirklich ärgerlich, wenn Heteros gleich als schwul abgestempelt werden, wenn sie sich auch nur ansatzweise pro-gay geben“, Reithebuch bietet aber „ohnehin deutlich weniger Interpretations-Spielraum“ als der Single Weiler. Denn Reithebuch hat eine fixe Freundin – und die wurde von den EuroPride-Veranstaltern auch mit eingeladen. „In solchen Dingen sind wir sehr tolerant“, erklärt EuroPride-Sprecher Rüegg.

