HomePolitikEuropaGriff aufs Knie kostet schwulen Politiker seinen Job

Griff aufs Knie kostet schwulen Politiker seinen Job

"Lüsterner Griff" aufs Knie eines jungen Mannes nach dem Tory-Parteitag

Hinweis
Dieser Beitrag ist älter als 3 Jahre.

Weil er sich am Abend des Parteitages einem jungen Mann an der Hotelbar unangemessen genähert haben soll, musste Conor Burns, offen schwuler Handelsstaatssekretär, von seinem Amt zurücktreten und wurde als Parlamentsabgeordneter suspendiert. 

In den frühen Morgenstunden soll Burns übergriffig geworden sein

Ein Augenzeuge habe gesehen, wie Burns letzte Woche nach dem Parteitag in Birmingham nach einer langen Nacht an der Hotelbar einem jungen Mann vor Zeugen “lüsternes Verhalten” an den Tag gelegt habe, schreibt die Sun . Er habe ihm an den Oberschenkel gegriffen hätte, so die BBC.  

Der 50-Jährige hätte in dieser Nacht auch “unangemessene Kommentare” gemacht, heißt es weiter. Burns soll weiters in der Bar von einem Beobachter aufgefordert worden sein, sein Verhalten einzustellen. Der Politiker dürfte allerdings weiter der Meinung gewesen sein, dass es sich um einen einvernehmlichen Flirt gehandelt habe.

Seine Freunde und einige Kollegen versuchen, den Vorfall zu entschuldigen

Aus der Downing Street, dem Sitz von Premierministerin Liz Truss, gibt es offiziell keinen Kommentar dazu. Allerdings hat die BBC  erfahren, dass dieser Vorfall zu zu einem Disziplinarverfahren geführt hat, das nun mit dem Rausschmiss des Politikers endete. 

Freunde des Abgeordneten behaupten, Conor Burns hätte sich am Wochenende vor dem Parteitag an den Rippen verletzt und stand unter starken Schmerzmitteln – deren Wirkung sich unter Alkoholeinfluss noch weiter verschlimmert hätte. So sei der Abgeordnete so betrunken gewesen, dass er von einem Freund ins Hotel zurückgebracht werden musste. 

Burns sieht sich ungerecht behandelt

Burns sieht sich nun im Unrecht: “Die Partei hat mir noch nicht mitgeteilt, um was es bei den Anschuldigungen genau geht und wann ich vor der Untersuchungskommission erscheinen soll”, sagte er Channel 4, und gibt sich kämpferisch: “Ich freue mich darauf, mich zu rehabilitieren und ins Parlament zurückzukehren.” 

“Er fühlt sich eingesperrt, ohne dass ein Verfahren der Polizei oder ein Gerichtsverfahren stattgefunden hat”, sagt auch ein ihm gut gesinnter Kollege der BBC. Und ein anderer vermutet, dass Premierministerin Truss nach dem “schrecklichen Start” ihrer Machtübernahme entschlossen war, Durchsetzungskraft zu zeigen. 

Mehr News