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Magdeburg, Plauen und Jena: CSD konnten (fast) ohne rechte Störer stattfinden

Ohne größere rechtsextreme Störaktionen könnten am Wochenende im Osten Deutschland drei CSD-Paraden stattfinden.

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Aufatmen im Osten Deutschlands: Ohne größere rechtsextreme Störungen konnten drei CSD-Paraden an diesem Wochenende stattfinden: In Magdeburg hielt die Polizei eine Gegendemo in Schach, in Plauen wurde die Genehmigung für einen Neonazi-Aufmarsch zurückgezogen. Ganz ohne Störversuche gab es einen CSD in Jena.

Rund 2.600 Menschen beim CSD in Magdeburg

In Magdeburg, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, haben am Samstag rund 2.600 Menschen den Christopher Street Day (CSD) gefeiert. Die Demonstration war der Höhepunkt und das Ende der CSD-Aktionswochen, die am 9. August gestartet waren. 

Das Motto des CSD lautete dieses Jahr „Darling, I want my Rights now!“. Die Teilnehmerzahl war deutlich geringer als von den Organisatoren angemeldet. Diese hatten im Vorfeld mit bis zu 8.000 Teilnehmenden gerechnet, berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR).

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Der Umzug durch die Straßen verlief bei Temperaturen von mehr als 30 Grad größtenteils friedlich, sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Nach der Demonstration gab es eine Abschluss-Kundgebung und ein Stadtfest vor dem Rathaus.

Nur 250 Personen bei Gegendemonstration, zahlreiche Anzeigen

An einer angemeldeten queerfeindlichen Gegendemonstration hatten sich nach Polizeiangaben etwa 250 Personen beteiligt. Die überwiegend rechtsextremen Teilnehmer:innen zogen vom Neustädter Bahnhof zum Universitätsplatz und wieder zurück.

Wie die Polizei mitgeteilt hat, haben sowohl Gegendemonstrant:innen als auch Einzelpersonen am Rande des CSD Straftaten begangen, darunter das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen oder Beleidigungen gegen CSD-Teilnehmer:innen. Die Polizei hat ihre Identität festgestellt und Ermittlungsverfahren eingeleitet.

CSD in Plauen unter erhöhtem Polizeischutz

Auch im sächsischen Plauen wurde am Samstag unter erhöhtem Polizeischutz der CSD gefeiert. Doch während am CSD mehrere hundert Menschen teilnahmen, wurde die rechtsextreme Gegendemonstration untersagt. Weder deren Versammlungsleiter noch dessen Stellvertreter wurden von der Polizei als zuverlässig eingestuft. Der Bescheid, der eine Kundgebung mit Aufzug vorgesehen hatte, wurde widerrufen.

Unter einem neuen Versammlungsleiter durfte lediglich eine stationäre Versammlung stattfinden, an der etwa 75 Personen teilgenommen haben. Ihnen wurde nach dem Ende der Veranstaltung untersagt, sich dem CSD zu nähern. 

Allerdings gab es nach der Auflösung der rechtsextremen Versammlung mehrere Vorfälle. So erstatteten zwei Teilnehmende des CSD Anzeige wegen Bedrohung und Beleidigung. Auf dem Parkplatz eines Supermarktes riefen außerdem 18 Personen ausländerfeindliche Parolen. Sie wurden wegen des Verdachts auf Volksverhetzung angezeigt.

In Jena verlief der CSD ohne Zwischenfälle

Ohne Zwischenfälle verlief hingegen am Samstag der CSD in Jena in Thüringen. Den Organisator:innen zufolge nahmen etwa 3.000 Menschen unter dem Motto „Thüringen bleibt bunt“ bei sommerlichen Temperaturen an der Veranstaltung teil. Der CSD, der eine Woche vor der Landtagswahl stattgefunden hat, verlief ohne Zwischenfälle.

Eigentlich hatte das Organisationsteam mit etwa 5.000 Teilnehmenden gerechnet. Eine Sprecherin vermutete, dass viele Menschen wegen der Hitze zu Hause geblieben seien. „Außerdem wissen wir, dass viele Menschen nach Magdeburg oder Plauen gefahren sind, um dort die CSDs zu unterstützen“, ergänzt sie.

Zuletzt hatte es im ostsächsischen Bautzen und in Leipzig rechtsextreme Proteste anlässlich des CSD gegeben. Diesen Samstag fanden außerdem CSD-Demonstrationen in Bremen, Brühl, Hann. Münden, Krefeld, Münster und Traunstein statt. In Bremen wurden Teilnehmer:innen und Polizist:innen beleidigt.

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